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 Nova Rock 2015 
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Registriert: 14.06.2011, 10:27
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Beitrag Nova Rock 2015



Datum: 12.06.-14.06.2015
Location: Nickelsdorf, Österreich
Preis: 144,50€ inkl. Campen & Parken
URL: http://www.novarock.at






Das größte österreichische Rockfestival in Nickelsdorf (Burgenland), direkt an der ungarischen Grenze gelegen, läd auch dieses Jahr wieder mit einer tollen Mischung vielfältigster Acts, vom Heavy Metal über Punkrock, bis hin zu mittelalterlichen Tönen oder Elektro ein.

Das insgesamt wahrscheich ausgewogenste LineUp Europas wird angeführt von den Toten Hosen, Slipknot und Mötley Crüe aud ihrer Abschiedstournee, alleine die Unterschiedlichkeit der Headliner zeigt schon, das man hier jenseits der normalen Bandbuchungsschemata versucht, etwas besonderes zu kreieren und dies auch Jahr für Jahr hervorragend gelingt.
Dies wird umso deutlicher, schaut man sich die jeweiligen zweiten Reihen des aktuellen Bandplakats an: Ausnahmslos (!) Bands, die bereits Festivals ähnlicher Größenordnung als Tagesheadliner abgeschlossen haben. In diesem Jahr finden wir zudem sehr viele deutsche und auch deutschsprachige Bands im Programm inkl. der wohl erstmals bei einem Rockfestival auftretenden Scooter.


Bands 2015:

Freitag:

Mötley Crüe - Beatsteaks - Rise Against - Lamb Of God - Godsmack - Parkway Drive - Mastodon - Eagles Of Death Metal - Life Of Agony - Guano Apes - All Time Low - Yellowcard - Backyard Babies - Architects - Deathstars - Feine Sahne Fischfilet - The Sword - King 810 - Scooter (Late Night Special)

Samstag:

Die Toten Hosen - Die Fantastischen Vier - Nightwish - In Flames - Kraftklub - Papa Roach - In Extremo - Rea Garvey - Frank Turner & The Sleeping Souls - Epica - L7 - Asking Alexandria - Callejon - Blues Pills - The Answer - Wolfgang Ambros & Die Nr.1 vom Wienerwald (Late Night Special)

Sonntag:

Slipknot - Motörhead - Deichkind - Farin Urlaub Racing Team - Five Finger Death Punch - The Gaslight Anthem - Hollywood Undead - Madsen - Jennifer Rostock - All That Remains - Eluveitie - Fiva - Powerwolf - Moop Mama - Beyond The Black - Wendis Böhmische Blasmusik & Alkbottle (Frühschoppen)

Red Bull Brandwagen Stage:

Lagwagon - All Faces Down - Solstafir - Orchid - Rakede - Mambo Kurt - Antilopengang - Betontod - Drescher - Nothlane - Code Orange - Heisskalt





Organisatorisch gibt es im Vergleich zu den Vorjahren diverse Veränderungen:

- Erstmals stehen BLUE- und RED-Stage auf gleicher Höhe.Nur mehr 200m zwischen den beiden Bühnen.
- Einheitlicheres Kerngelände mit zentralem Haupteingang.
- VIP Parkplatz gekoppelt mit VIP Campingplatz.
- GREEN Camping Bereich.
- SILENT & GREEN Caravan Camping deutlich näher und besser zum Kerngelände positioniert.
- Weiterer Ausbau der Sanitären Anlagen: ab sofort 3 DUSCH- und SANITÄRCAMPS.
- Der GRILLPLATZ rückt näher zum Kerngelände
- Dort befindet sich auch die vierte Bühne, die SINGER & SONGWRITER STAGE.
- Ausbau der GENUSSARENA BURGENLAND mit zusätzlichen gastronomischen Highlights.
- Aufgrund der großen Nachfrage: Ausbau und Neupositionierung des ZELTHOTELS.




28.11.2014, 13:34
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Beitrag Re: Nova Rock 2015
Hallo in die interessierte Runde! :-)

Mein erster Beitrag hier im Forum und dann direkt über ein anderes Festival ... Aber ich habe versprochen, einen (bebilderten) Erfahrungsbericht abzuliefern und so sei es denn nun. Vorweg vielleicht noch, dass ich, bis auf vereinzelte, kleinere Festivals, noch ziemlich neu bin in diesem tollen Freizeitvergnügen und daher nicht viele Vergleichsmöglichkeiten habe, was nun hier oder dort besser oder schlechter ist von der Orga, der Location, der Security, dem Publikum usw. So, nu aber los mit dem eigentlichen Bericht (vielleicht in mehreren Teilen, we'll see):

Stellen wir das Fazit anschaulich an den Anfang, denn es war ...



Ich verrate es gleich vorab: Mir hat es super gut gefallen, die Location, die Orga, das Line-Up, der Sound, die Leute (größtenteils jüngeres Publikum, eher Anfang als Mitte 20, aber ich hab mich nun auch nicht gleich alt gefühlt, es ist kein Kindergarten) waren sehr entspannt und nett und wenn ich mir die Line-Ups der letzten Jahre angucke, hoffe ich auf ebenso Großes (und bunt Gemischtes) für die kommenden Jahre. Ich würde quasi jederzeit wieder hinfahren, da wäre doch immer was für mich dabei gewesen, noch dazu in ordentlicher Zahl, denn ich hab bspw. am Freitag von den Backyrad Babies und Yellowcard über Godsmack und Parkway Drive, Rise Against und Mötley Crüe bis hin zu Scooter (döpdöpdöp dödö döpdöpdöp) richtig viel Spaß am Programm gehabt und insgesamt über das ganze Wochenende ne Menge Bands gesehen (alleine Freitag 9 oder 10) :super:

Das Festival findet von Freitag bis Sonntag statt, anreisen kann man ab Donnerstag, es gibt an diesem Tag aber noch keinerlei Programm. Nach dem, was wir mitbekommen haben, war die Anreise recht unkompliziert und ohne lange Wartezeiten, alles ist gut ausgeschildert und man kann sich auch vorher über die Internetseite bestens über den Ablauf informieren und den Lageplan checken. Wir sind freitags 2x zum Gelände, während noch deutlich Anreise war, und haben niemals längere Auto- oder Menschenschlangen gesehen oder gar Gedränge. Unsere erste Anreise war mit dem Auto, um die Bändchen abzuholen. Dabei konnten wir sehen, dass VIP-Parken und VIP-Campen wirklich in unmittelbarer Nähe zum Festivalgelände sind und doch ein ganzes Stück abseits vom anderen Campinground. Es schien so, als wäre viel Platz, durch Hecken und Büsche durchaus auch Schatten, und die Festivalbesucher verteilten sich ohne größere An-/Einweisung von Ordner/innen sehr weitläufig auf dem Gelände, also keineswegs Zelt an Zelt. Wir mussten uns ein wenig durchfragen und die Ordner/innen schienen nicht alle deutschsprachig oder gut informiert, wo was zu finden war, waren aber alle freundlich und hilfsbereit und letztlich hat man uns sehr unkompliziert geholfen, alles bestens.

Das Festivalgelände selbst befindet sich auf dem Grund eines Windparks (sehr ausgefallener und imposanter Anblick, die Windräder auf der Anfahrt und im Hintergrund der Mainstages) und liegt daher doch deutlich außerhalb des kleinen Ortes Nickelsdorf (1.200 Seelen, meine ich). Wenn man nicht mit dem Auto anreist und so recht nah ans Festivalgelände heran kommt, fahren vom Bahnhof Nickelsdorf regelmäßig Shuttlebusse (3€ für eine Fahrt oder 6€ für das ganze WE). Die Busse richten sich nach den aus Wien (bis Freitagnachmittag stündliche Sonderzüge, mit einem Spezialticket sogar nur 12€) und Ungarn kommenden Zügen und warten nicht, bis sie voll sind, sondern fahren ab, wenn die Züge angekommen und die Leute umgestiegen sind; sehr komfortabel, sehr praktisch. (Es gibt auch Shutlebusse in die umliegenden Ortschaften, sogar bis Neusiedl am See, wenn ich mich nicht täusche. Da sind die Tarife dann tw. anders. Taxen dürfen nur zum Gelände, wenn sie akkreditiert sind und haben Preislisten, nach denen sie sich richten müssen.) Der Ausstieg aus den Shuttlebussen am Festivalgelände ist recht nah am Haupteingang, ich würde schätzen, wir sind noch gemütliche 5 Minuten gelaufen bis zum Eingang. Das Abholen der Bändchen und die (Gepäck-)Kontrolle in der Schleuse gingen zügig, es bildeten sich augenscheinlich keine nennenswerten Warteschlangen, alles schien schnell und entspannt vonstatten zu gehen. Der Weg von den Parkplätzen hin zum Haupteingang ist größtenteils geteert, alles Gepäck und Campingausrüstung lässt sich also prima auf Sackkarren u. ä. sowie in Trolleys transportieren. Lediglich die letzten ca. 500 Meter zum Haupteingang befinden sich dann nicht mehr auf befestigten Wegen, der Untergrund ist aber immer noch ordentlich fest, trockener Erdboden mit spärlichem Grasbewuchs. Ein bisschen stören größere Kiesel, aber es ist keinesfalls ein Kies- oder Schotterweg, auch kein sandig-weicher Erdboden, nirgendwo, und man passt eben ein bisschen auf, wo man hintritt, wenn man geschickter ist als ich, dann muss man auch nicht ständig jaulen und fluchen über das, was sich von unten in die Schuhsole bohrt ...

Wenn man nicht durch den VIP-/Presseingang vor dem Hauptzugang zum Campinggelände das Festivalgelände betreten hat, musste man auf das Campinggelände und von dessen Mitte aus (s. Lageplan) quasi zurück auf das Festivalgelände, an dem man entlang lief auf dem Weg zum Haupteingang. So wie es aussah, war es sowohl unkompliziert, auf den regulären Campingplatz als auch vom Campingplatz auf das weitläufige Festivalgelände zu kommen. Ich weiß nicht, wie es zu Stoßzeiten war, aber dort wurde ganz klassisch durch Securities kontrolliert und ich schätze, das hat sich alles recht gut verteilt, weil einerseits der Wechsel vom Festivalgelände zum Campingplatz und zurück nicht weit war, andererseits das Festivalgelände groß und weitläufig, so dass es durchaus auch dazu einlud, sich im hinteren Bereich des Geländes niederzulassen und die nächsten favorisierten Bands abzuwarten. Außerdem bietet das Gelände Bereiche, wo man zum Essen und Trinken auch sitzen kann (in Zelten oder im Freien), es gibt (an den Seiten offene) Zelte, die allein dafür da sind, Schatten zu spenden, und sogar ein paar kleine Bäumchen findet man, die zwar noch keinen nennenswerten Schatten spenden, aber extra fürs Festival bzw. die kommenden Auflagen desselben gepflanzt wurden, so hat man uns erzählt.

Es gibt die übliche Auswahl an Ständen mit Essen (Fastfood wie Burger, Pommes, Hotdogs, Crêpes, Asianudeln & Co., Pizza, Flammkuchen, aber auch Vegie/Vegan, das meiste so um die 5€) und Getränken zu den bekannten, eher happigen Preisen (0,5l Ottakringer Bier 5€), Merch und anderem Kram, den man vielleicht kaufen möchte. Sehr gut hat mir gefallen - dieses Jahr das erste Mal so eingerichtet -, dass es Trinkwasserzapfstellen auf dem Festivalgelände gab. Dort konnte man sich seine PET-Flaschen oder Plastikbecher (Pfandbecher) kostenlos mit Wasser auffüllen lassen, was auch reichlich in Anspruch genommen wurde, bei Temperaturen deutlich über 30°. Auch dort gab es kaum Schlangen und Wartezeiten und außerdem auch ein wenig Abkühlung, freiwillig oder auch mal unfreiwillig ;) (Der Sponsor Ottakringer hatte auf dem Festivalgelände auch eine riesige Dusche, unter der man zur Abkühlung durchlaufen konnte, quasi eine Wasserfalldusche.)

Wo ich bei Temperaturen bin: Wir hatten die meiste Zeit über allerfeinstes Festivalwetter, fast schon ein wenig zu heiß, weil nur selten Wolken vorbeikamen. Der große Vorteil ist aber, ich erwähnte ist, dass man sich auf dem Gelände eins Windparks befndet. Und was gibt es dort, wenn nicht Wind!? Es wehte also immer mindestens eine leichte Brise, eher ordentlich Wind (weshalb es durchaus etwas staubig werden kann und einige Festivalbesucher daher Tücher oder anderen Schutz vor Mund und Nase trugen, mich hat es nicht weiter gestört) und damit Abkühlung, trotz der knallenden Sonne, vor der man sich letztlich nur mit Sunblocker und entsprechender Bekleidung/Kopfbedeckung schützen kann. Es gibt aber, ebenfalls schon erwähnt, durchaus auch schattige(re) Plätzchen, wenn auch nicht in größerer Zahl.

Sowohl Samstag als auch Sonntag gab es Gewitter und Unwetterwarnungen, die früh genug und gut sichtlich kommuniziert wurden über die Leinwände an den Mainstages. Mit Regencape (gratis am Inofpoint erhältlich) war das am Samstag gut zu überstehen, Sonntag war es schon etwas zu heftig dafür, da suchte man ich doch lieber Unterschlupf oder ergab sich dem Vollbad von oben. Der Boden hat den Regen allerdings beide Male bestens überstanden, es gab keine Pfützen und erst recht keinen Matsch. Für mich ein klarer Pluspunkt fürs Gelände, auch wenn ich nicht einschätzen kann, wie es bei Dauerregen würde. Sonntag war aber wirklich ein heftiger Platzregen und es kam viel Wasser runter, das muss so ein Untergrund auch erst mal abkönnen. Wie das alles auf dem regulären Campingplatz aussah, kann ich nicht sagen, da er aber denselben Untergrund hat, dürfte es dort auch keine Probleme gegeben haben. Das VIP-Camping ist auf einer normalen Wiese, die hat das gut verkraftet. (Nachdem wir letztes Jahr auf einem Festival nach einem heftigen Regenguss erst im Matsch versunken und dann quasi samt Auto abgesoffen sind, ist das mit dem Untergrund ein etwas heikles Thema ...)

Zu den sanitären Anlangen kann ich fürs Festivalgelände sagen, dass es ähnlich wie beim GMM ist, größtenteils wassergespülte Toiletten, die auch immer mal wieder gereinigt werden, weiter vorne im Gelände (und auch außerhalb schon) gibt es vereinzelt ein paar Dixies. Wie es mit dem sanitären Anlagen auf dem regulären Campingelände ist, weiß ich nicht zu berichten, laut Lageplan gibt es zwei Dusch- und WC-Camps und den FAQ ist zu entnehmen, dass es an mehreren Stellen auf dem Gelände zusätzlich Dixies gibt. Das VIP-Camping hat ein eigenes WC-/Duschcamp, zusammen mit dem Caravan- und dem Silent & Clean Caravan-Camping. Außerdem äußert sich der Veranstalter in den FAQ erfreut über das "gestiegene Hygienebedürfnis" der Festivalbesucher, weswegen es mehr Duschen geben würde als zuvor. Übrigens ist das Duschen in den regulären sanitären Anlangen auf dem Campinggelände kostenlos. (Komfort-Duschen & -WCs kosten extra. Fragt mich nicht, wie die sich unterscheiden, in den FAQ steht "werden von geschultem Personal laufend in bestmöglichem Frischezustand gehalten" und die Öffnungszeiten sind etwas länger als bei den anderen Duschen der Sanitärcamps. Mit den herkömmlichen Sanitäranlagen kommt man aber auch bestens klar.)

Abgesehen von den beiden Mainstages und der Redbull Brandwagen-Stage (vom Line-Up und dem Sound berichte ich wohl in einem zweiten Beitrag, das wird hier ja lächerlich lang ...) findet sich auf dem Gelände noch ein sog. Funpark mit Riesenrad, Breakdancer und Bungeejumping (alles augenscheinlich rege genutzt), alle möglichen Verkaufsstände, "Das Fass" (eine weitere Bühnen-Bierzelt-Kombi mit kleineren Acts und am Sonntag mit Blasmusikfrühschoppen), es gibt eine Grill & Chill Area (mit der Singer-Songwriter-Stage), wo man Mitgebrachtes oder dort Gekauftes grillen (lassen) kann und die "Burgenland Genussarena", ein Bereich, in dem man nicht das typische Festivalessen (bspw. Spanferkel, Ofenkartoffeln etc.) und Getränke bekommt und sich auch im Schatten an Biertischen nieder- sowie bedienen lassen kann. Komplettiert werden die Aufbauten auf dem Festivalgelände durch zwei Partyzelte, in denen bis in die frühen Morgenstunden gefeiert werden kann, was die Partywütigen sicher etwas vom Campinplatz weglockt.

Ach ja, es gibt auf dem Festivalgelände die Möglichkeit, Bargeld an zwei Automaten (Bankomaten) abzuheben. Ich hab das an einem Morgen auch getan, das ging sehr flott, habe dort über den Tag aber unglaublich lange Schlangen gesehen, mit locker 20 und mehr Personen pro Automat. Außerdem muss man ggf. mit Gebühren rechnen, Ausland und so. Und man kann sein Handy an einer Ladestation abgeben und dort gegen Entgelt (leider weiß ich nicht, wie hoch) aufladen lassen.

Abschließend zum Gelände: Auf dem Campinggelände gibt es auch diverse Gastrobereiche und eine Grillstation, ansonsten ist das Grillen auf dem Campinggelände verboten. Außerdem ist auf dem Campingplatz ein Supermarkt eingerichtet, in dem man sich mit allem Nötigen eindecken kann, da Nickelsdorf selbst wie gesagt schon ein Stück weg ist und auch über keinen größeren Supermarkt verfügt. Die Situation mit dem Müll war wie bei den meisten anderen Festivals auch: Bei Betreten des Campinggeländes zahlt man 5 Euro Müllpfand und bekommt sowohl Sack als auch Chip. Den mindestens halbvollen Sack kann man mit Chip wieder abgeben und erhält sein Pfand zurück. Auf dem Gelände sind überall riesige Müllcontainer aufgestellt, die meiner Beobachtung nach auch rege genutzt wurden, es lag wenig Müll auf den Festivalgelände herum, die Becher sind allesamt Pfandbecher, die werden also gerne aufgesammelt oder Viva Con Agua gespendet, wenn sie denn rumliegen sollten. (Bei Platzregen kann man viele einsammeln, wenn alle fluchtartig verschwinden ... ;))

Wie gesagt, zu den Bühnen, dem Line-Up und dem (super) Sound komme ich (gleich) im zweiten Teil. Wer bis hierhin zu dem, was bis hierher Thema war, Fragen hat: immer her damit :)

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Festival-Sommer 2015: Nova √ GMM √ Open Flair (05.-09.08.)


12.07.2015, 22:35
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Beitrag Re: Nova Rock 2015
Heute nun endlich Teil 2 des Festivalberichts :-)

Wie schon erwähnt, fand ich persönlich das Line-Up klasse (warum sonst fährt man auch aus Mittelhessen bis ins österreichische Burgenland), nicht nur, weil man da auch in der 2. und 3. Reihe noch Bands und Künstler findet, die anderswo (Tages-)Headliner sind oder zumindest noch ne Zeile höher. Mir gefällt vor allem auch die vielfältige Mischung, weil ich doch recht unterschiedliche Musik wirklich gerne höre und nicht nur ertrage oder ganz gut finde. Für mich war das NR 2015 also ein Festival mit vielen (gerne) gesehenen Auftritten, etlichen Premieren und Highlights und nur wenigen Pausen. Viel besser ging's eigentlich nicht.



Aufgrund des Lageplans kann man schon erahnen, dass die beiden großen Bühnen (Blue Stage und Red Stage) nicht allzu weit voneinander entfernt sind. Auf der Blue Stage spielen jeweils die Tagesheadliner und beide Stages werden etwas zeitversetzt, aber durchaus parallel bespielt. (Wer so viel wie ich sehen will, verpasst dadurch das ein oder andere teilweise oder gar komplett, fährt dann aber schlauerweise einfach zum GMM und zum Open Flair und holt dort das Verpasste größtenteils nach ;)). Bei Wikipedia ist zu lesen, dass die Blue Stage vor einigen Jahren die größte Open-Air-Bühne Europas war. Wie erwähnt, kann ich das kaum vergleichen und die Einschätzung, ob die Mainstages auf dem GMM nun noch ein bisschen größer oder etwa gleich groß waren, überlasse ich anderen. Vermutlich ohnehin egal ;)

Bild

Tatsächlich ist die Red Stage auch, wie dargestellt, etwas abgewandt und steht schräg im Gelände. Vor der Blue Stage habe ich niemals mitbekommen, dass der Sound von der Red Stage gestört hätte, umgekehrt ist es 1x vorgekommen, da standen wir aber auch recht weit seitlich links vor der Red Stage und auf der Blue Stage haben FFDP gelärmt, wenn ich mich recht erinnere. Auch Slipknot (die ich mir ebenso wie FFDP fürs GMM aufgehoben hatte) haben abends ab und an zu Deichkind rüber geweht.

Ansonsten kann ich über den Sound aber nur Gutes sagen: durchgängig beste Qualität, es war nicht zu laut, nichts hat gedröhnt oder gescheppert (mit soundtechnischen Fachbegriffen kann ich hier leider nicht dienen), trotzdem gab's ordentliche Bässe (<3), Abstimmung der Lautstärke von Gesang und Instrumenten passte, selbst mit dem Wind kommt man dort sehr gut zurecht (war ja auch die 10. Auflage des Festivals), nichts wurde verweht.

Wie weit die Stages tatsächlich auseinander liegen, kann ich schwer schätzen, Luftlinie mögen das vielleicht 200-300 Meter gewesen sein. Um allerdings als Zuschauer von einer zur anderen Bühne zu kommen, muss man eine eckige Kurve (gibt's also doch ;)) laufen, von der Bühne etwas zurück Richtung Campinggelände und dann entweder rechts oder links abbiegen, durch den "Highway To Hell", einen sehr breiten Korridor, über den man dann die Seiten wechselt. In dem Korridor legt man quasi die Luftliniendistanz zwischen den beiden Bühnen zurück, dazu dann die Strecken von der Bühne weg und zur Bühne hin. Die Zeit hab ich nicht gestoppt, aber es dürften 6-8-10 gemütliche Minuten sein, je nach Tempo und wie weit man vorne war und wieder nach vorne will. Ganz Eilige bekommen das sicher auch schneller hin, aber wer hat's schon eilig auf einem Festival? Eben! (Ein paar Leute, mit denen ich gesprochen habe, haben berichtet, im letzten Jahr wäre man 20-30 Minuten von Bühne zu Bühne gelaufen. Ich kann mir schwerlich vorstellen, wie der Aufbau gewesen sein soll, aber die Begeisterung darüber, dass es dieses Jahr so viel kürzer war, war groß.)

Wo wir gerade bei "wie weit man vorne war und wieder nach vorne will" waren: Vor den beiden Mainstages gibt es jeweils Wellenbrecher mit großzügigem Abstand zur Bühne, mehr, als der Lageplan es vermuten lässt. Direkt vor der Bühne war natürlich immer gut was los und dort ging's bei den entsprechenden Bands auch rund, aber selbst wenn es im Abschnitt vor dem (ersten) Wellenbrecher gut gefüllt war, gab es im hinteren Bereich desselben Abschnitts kein Gedränge, seitlich schon gar nicht, das hat sich alles gut verteilt, vor beiden Stages. Ich meine, an der Blue Stage sei am Samstagnachmittag für den Tagesheadliner (Hosen) noch ein bisschen was zusätzlich aufgebaut und auch für den Rest des Festivals dort belassen worden, damit der Druck von den Seiten nicht zu groß wird. Ab da konnte man dann nicht mehr so völlig ohne Hindernis einfach in den vorderen Bereich, wurde aber auch nicht ernsthaft abgehalten, wenn man sich die Mühe machte, sich durchzuschlängeln. Wer weiter weg stand, konnte über die seitlich an den Bühnen angebrachten Monitore trotzdem alles gut verfolgen.

Die Red Bull Brandwagen-Stage ist etwas weiter hinten im Gelände gelegen, also vom Campinggelände aus die nächste, sehr nah an der Schleuse vom Camping- zum Festivalgelände. Wir haben dort nur 1x kurz vorbei geschaut und da wurde das Konzert recht bald aufgrund der Unwetterwarnung abgebrochen, während es auf den Mainstages noch ne Weile weiterging. Es ist eine wirklich kleine Bühne (im Grunde eine Bühne vor einem Campingwagen(?) mit Aufbau), was aber natürlich nicht stört, wenn man die Acts, die dort spielen, sehen und hören mag. Der Sound hat mich nicht so überzeugt in den paar Minuten. Manch einer mag lästern, dass das an der Antilopen Gang lag, die dort gerade auftraten, ich kann es nicht vergleichen - weder mit anderen Auftritten auf dieser Stage noch mit anderen Auftritten des Antilopen Gang.

So, ich glaube, das war es so langsam dann auch. Jetzt sehe ich zu, dass ich noch ein paar vor Ort gemachte Fotos verlinke und dann könnt ihr entweder fragen, falls ihr noch was wissen möchtet, oder mein Bericht findet an dieser Stelle sein verdientes Ende. Meine Begeisterung und die ganz klare Empfehlung, das Festival zu besuchen, wenn man eins der künftigen Line-Ups mag, habe ich ja schon zu Beginn ausgesprochen. Klar, selbst aus der Mitte Deutschlands sind das schon einige Kilometer, aber wir sind hier ja auch in einem deutschen Forum eines belgischen Festivals. Ich finde, die Strecke dort runter hat sich ganz eindeutig gelohnt :-)

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15.07.2015, 15:06
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Beitrag Re: Nova Rock 2015
Zum Abschluss noch ein paar Bilder, die euch v. a. einen Eindruck vom Festivalgelände geben sollen. Ansonsten gibt es mehr als reichlich Material auf der offiziellen Seite des NR.

Praktische Übersicht der Running Order am Bändchen


Vom Parken zum Haupteingang, 1x noch links abbiegen ...


... und noch ein Stück geradeaus ...


Rechts sieht man schon die Red Stage im Vorbeilaufen ...


Wenn es sich über den Mittag langsam füllt, sieht es davor so aus:




Die Red Stage aus der Ferne ... links liegt der "Highway to Hell" ...




Linke Seite vom Festivalgelände, mit ...

Blue Stage



Red Bull Brandwagen


"Das Fass" und Fun Park


"Burgendland Genussarena"

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15.07.2015, 17:25
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Beitrag Re: Nova Rock 2015
Hi,

kann zwar keine Bilder erkennen, aber Danke für den Bericht.

Ich als "Mittel-Hesse" hätte mir den gleich weiten Weg nicht gemacht, denn genau diese Mischung (wie auch bei RAR & Co.) mit Scooter-Lärm und anderem kann ich nicht ab. Sehr wahrscheinlich ist dann auch der Anteil der jungen Nicht-Metaller sehr groß, was ja schon in Wacken langsam aber sicher abnerven kann.

Mötley hätte ich gerne gesehen, aber nicht unter diesen Bedingungen. Dann eher hoch nach Schweden, doch dafür fehlte mir die Begleitung. Vielleicht 2016...


18.07.2015, 11:31
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Beitrag Re: Nova Rock 2015
Danke für den Bericht)))) Nicht alle Bilder zugängig sind.
:nice: :nice: :nice: :nice: :nice: :nice: :nice: :nice:
Rock Forever!!!

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18.07.2015, 14:06
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Beitrag Re: Nova Rock 2015
Keine Ahnung, was mir den Bildern ist, erst ging's nicht, dann wurden sie korrekt angezeigt, jetzt wieder nicht. Werde zusehen, dass ich das repariere.

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18.07.2015, 14:53
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