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 Der Tag danach... 
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Beitrag Der Tag danach...
so, mal ein kurzes review meinerseits:

war mein drittes graspop in folge und ich muss leider sagen: die andern beiden waren besser, was aber nicht heisst dass dieses schlecht war, sondern nur dass es da deutlich potential nach oben gibt, hier meine kritikpunkte am graspop 2010:

Das Line-Up
haben wir zwar schon oft drüber philosophiert, aber muss bei der kritik natürlich nochmal gesagt werden: für eine groß angekündigte jubiläumsausgabe war das nix, bands die ich wirklich toll fand kann ich fast an einer hand abzählen, den rest hat man einfach mal geguckt in der hoffnung es gefällt. und geht ja nicht nur um den persönlichen geschmack, soulfly headliner, channel zero die vorher kaum jmd kannte co-head, und so weiter..da ist ja offensichtlich was schief gelaufen

Der Eingang
der eingang zum campinggelände war nun genau auf der andern seite als letztes jahr, also am eingang zur 24h zone, heisst man musste vom parkplatz aus deutlich weiter laufen als letztes jahr. fand ich ziemlich nervig und anstrengend mit dem schleppen, ist so zwar für leute mit tagestickets einfacher, für die camper wars aber blöd

Der Boden
der boden war in katastrophalem zustand, wenns geregnet hätte wär man wohl im schlamm versunken, da hatten sie glück dass das wetter mitgespielt hat, trotzdem zu staubig

Der Metal Dome
warum steckt man bands wie sepultura, finntroll & co in dieses kleine zelt das dann aus allen nähten platzt??? da sollen kleinere unbekanntere bands spielen, aber nicht sowas, das war echt müll wie die das teilweise gelegt haben, man sollte wenigstens immer die chance haben eine band vernünftig zu sehen

Die Autogrammstunden
sehr schlecht kommuniziert dieses jahr, sind ziemlich untergangen, hab nur ein einziges mal ne einblendung dazu gesehn an der mainstage, nächstes jahr bitte wieder vorher genau zeiten bekannt geben

Das Wetter
für die hitze kann das graspop zwar nix, aber vl hätte man etwas öfter mit dem schlauch so wie letztes jahr in die menge spritzen können, das haben die eigtl nur gemacht um crowdsurfer bei kse abzuschrecken
aber hab dieses jahr auch einiges auf der mainstage nicht gesehn, vl haben sies gemacht als ich nich da war :ka:

Die Atmosphäre
war 2008 noch deutlich angenehmer, sicher auch bedingt durch den wechsel im line-up. viele crowdsurfer (das verbot juckt da kaum jmd, gibt ja auch leider keine konsequenzen), generell oft ne agressive stimmung im publikum und auch auf dem camping platz, ich erwarte ja keine 8 stunden schlaf, aber ab 3-4 uhr könnte man nachts vl etwas ruhiger werden


so, war natürlich nicht alles schlecht, gab auch viele gute punkte wie in den vorjahren, aber ein paar sachen sind schon noch zu verbessern für 2011, dann wirds auch wieder ein super festival :super:
hab übrigens nur einen leichten sonnenbrand an den beinen, letztes jahr wars schlimmer :-) und nur 2 blasen an den füßen :D


28.06.2010, 10:24
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Beitrag Re: Der Tag danach...
dann auch mal kurz mein Fazit, weil ich grad mal 5 Min. habe.

Für mich war es ja das erste GMM, weil es bisher sich mit meinem Stammfestival Bang Your Head immer überschnitten hat. Von daher habe ich nicht den Vergleich mit älteren GMM veranstaltungen.

Mein Gesamteindruck war doch sehr positiv, von "Kleinigkeiten" wie Ladestationen für Handys ( fand ich sehr praktisch ) bis hin zum Gelände bzw. der Aufteilung, denn für ein Festival in dieser Größenordnung fand ich es doch sehr positiv, dass man eigentlich immer ein sehr gutes Plätzchen gefunden hat um eine Band zu sehen, Ausnahmen hier Marquee 1, da war es irgendwie immer überfüllt. Der Sound auf der Mainstage war für mein Empfinden auch fast immer perfekt, Ausnahme JOP. Alles in allem wurde meine "Abneigung" gegen zu große Festivals absolut widerlegt! DANKE GMM!!

Kritikpunkt:

Vor Ort musste ich dann erfahren, dass man nicht mit dem Auto an den Zeltplatz ranfahren kann :eek: ich hatte den Kombi voll GEpäck und ein riesenzelt, verteilt auf 2 Säcke, wo jeder gefühlte 100 kg wiegt und die soll ich dann 3-4 KM oder wie weit es von meinem Platz aus war tragen? :dumm: Zur Entschuldigung des Veranstalters muss ich sagen, dass ich am Donnerstag erst für einen anderen Fahrer eingesprungen war und auch keine Zeit hatte, mich vorher auf der Seite schlau zu machen. Allerdings sind die Wege ohne Gepäck auch viel zu weit m.E. Der einzige Vorteil daran war, dass wir dann im Auto geschlafen haben und anstatt von gröhlenden Zeltnachbarn umgeben unsere absolute Ruhe hatten, morgens sind wir dann mit Vogegezwitscher aufgewacht, sowas ist doch auch mal schön :D

Was mit weiterhin sehr negativ aufgefallen ist, das sind die Preise! Sorry, aber 4,50 für ein Bier ( dann auch noch Jupiler :kotzen: ) das ist schon dreißt, die Preise für feste Nahrung ebenso. Das ist aber wohl leider kein spezielles GMM Problem, sondern leider eine allgemeine Entwicklung.


28.06.2010, 14:56
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Beitrag Re: Der Tag danach...
Hey Leute...

Nen Vollständiges Statement gibts erst heute Abend nachdem ich erstmal bissl geschlafen habe.

Wie letztes Jahr auch dieses Jahr ein Hammer Festival , vor allem die Partys im Metal Dome waren dieses Jahr fasst noch besser.
Zu der Hitze hab ich schon so oft genug gesagt. Das versaut einem wirklich vieles. Aber das schlimmste war die Schlepperei. Letztes Jahr war es ja halb so wild die 15 bis 20 Minuten vom Parkplatz bis zum Zelt. Aber dieses Jahr war es eine Katastrophe. Wir kommen da an und ich wusste erstmal gar nicht wo ich hin sollte. Dann sagte uns ein Typ das der Camping Platz gute 4 Kilometer (!) vom Parkplatz weg ist. Ich dachte mir nur , ach quatsch der hat übertrieben, aber nein. Es waren wirklich 4 Kilometer wenn nicht mehr. Und das dann bei der Hitze und den Weg der in der Nacht nicht mal beleuchtet war, das war schon richtig mies. Und dann verstand ich nicht warum man quasi nen S laufen musste. Sie hätten ruhig ein eingang mehr machen können für alle die am hinteren Ende des Platzes gecampt haben...

Ansonsten Top Festival und wieder ne Menge Leute kennen gelernt!

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28.06.2010, 15:44
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Beitrag Re: Der Tag danach...
hmm...4,50 fürn jupiler, dann warst du an der großen theke in der mitte...die anderen hatten alle nur kleine becher...die preise waren meiner meinung nach wie letztes jahr...da die aber dort schon hoch waren bleibts beim fazit : TEUER

und warum die an den nicht-alkoholischen (cola/wasser) die deckel abschrauben müssen kann ich nur mit kohle-scheffeln nachvollziehn...
denn zum abrechnen etc. müsste man die deckel sammeln und das wird nicht gemacht...

hatte zum glück dieses bezahl vip ding und konnte direkt vorm gelände parken (an der hauptstraße)...als ich sonntag den parkplatz gesehen hab, wurd ich ne ecke sauer...

am arsch der welt (lt. google-maps mindestens 1.6 km bis zum ersten eingang an der straße)...und für die autos, die dort 3 tage standen hätte man nen gutschein für die nächste wasch-straße beipacken müssen...

"lustig" waren auch die antworten, wo wie einen gefundenen schlüsselbund abgeben sollten..1. security zeigt auf den eingang vip-bereich...die wollten uns zuerst zum infopoint schicken und auf den hinweis :"in 5 minuten spielen channel zero - und die will ich sehen!" dann zum autogramm-stand geschickt...der wollte erst nach aufdringlichem wiederholen des obigen spruchs den schlüssel annehmen...

die bandvergabe in die zelte werd ich in diesem leben eh nich mehr kapieren....z.b. walls of jericho bei dem "status" in belgien bei dem publikum ins zelt oder airbourne...gehts noch??

auch dieses festihut/wohnmobile camp ist ja n witz...da bezahlen die leute nen haufen schotter für nen platz am arsch der welt...
ich behaupte mal, ich bin mit hotel für 3 leute und 1 x vip-ticket fürs parken besser dran gewesen fürs gleiche geld

das waren so die üblichen kritikpunkte....
der rest des festivals war soweit ich mitbekommen habe ganz brauchbar nur fürs nächste jahr bitte:
bessere bands fürs geld (egal wen man fragt: es passte diesmal nicht=nicht jubiläumswürdig)
bessere orga=weniger wege für das publikum, das ja das geld mitbringt..
möglichkeiten dazu wären da!!auch bei der geländevergabe wie dieses jahr.


28.06.2010, 15:49
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Beitrag Re: Der Tag danach...
Hi

Von mir gibts auch erst später einen Bericht. Aber ich sags jetzt schonmal,es war der Hammer,und wer meinen bericht von 2009 kennt der weiss das ich sehr viel Kritik hatte.


28.06.2010, 16:17
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Beitrag Re: Der Tag danach...
Also, fangen wir mal ganz vorne an:

Die Beschilderung zum Festival ist ja nur minimalst gewesen. Direkt bevor man rechts/links abbiegen musst, war das Schild, dass man abbiegen muss.
Dann haben sie den Parkplatz vorgelegt, was wiederum mehr Weg bedeutete. War letztes Jahr schon weit genug. Dann den Eingang. Das war eine Sandwüste. Wenn es da geregnet hätte wäre das schlimm gewesen. Und das sie den Eingang so weit nach hinten gelegt haben war auch nicht gerade die super Idee. Ich hoffe das ist nächstes mal besser. Dann war der komplette Eingangsbereich auch nur eine Sandwüste. Staub bis zum umfallen. Es gab viele Zelte, die einfach nurnoch braun waren wor Staub. Aber das kom wohl davon, das der Boden sich von letztem Jahr noch nicht erholt hat. Dann weiter hinten nach diesem kleinem umzäunten Tümpel wurde mehr Gras aus dem Sand und zum Schluss gab es richtigen Boden. Je nachdem was man darunter versteht. Er war fest und kein Sand. Dann war die 24h Zone auch ein bisschen viel kleiner als letztes Jahr. Dafür das Festival Gelände größer. Dann das der Metaldome und Marquee 2 auseinander genommen wurde, fande ich gut. Und das der Metaldome in der 24h Zone verschwand war auch ganz ok. Man musste dann halt wieder ein Stück laufen. Das Marquee 1 war auch ganz ok, und es war gut, das es größer war. Die Seite wo es stand war relativ egal. Sonst war alles ziemlich so wie letztes Jahr. Bis auf die Verteilung der Essens und Drinken Stände, die sich wegen dem M1 wo anderes vorfinden mussten.
Zum Wetter: Es war kochend heiß. Aber zum Glück gab es Freitag und Samstag noch ein paar Wolken, die dann kurze Zeit Schatten boten. Leider verschwanden die Sonntag. Aber es wehte ein nicht allzustarker, konstanter und vorallem kühler Wind. Das machte die Sache wieder angenehmer. Aber mindestens 5° weniger wäre viel besser. Auf der Leinwand kam zwischendrin die Meldung: 31°C [den Rest habe ich nicht verstanden, da es Belgisch war]
Wegen den Autogrammstunden: Das sie die Zeiten noch nichtmal im Festival Guide drine hatten fand ich arm. Es wurde wenn grad keine Band auf der Mainstage spielte vielleicht mal angezeigt, aber sonst sogut wie garnicht. Trotzdem waren aber alle da. Und was mich erstaunt hat, war: bei Atreyu waren mehr Leute als bei Hatebreed. Aber am meisten waren am Sonntag bei Killswitch. Ansonsten waren die Autogrammstunden ziemlich klein gehalten.

Alles in allem war es ein sandiges, sonniges und super Festival. [meiner Meinung nach]

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28.06.2010, 18:24
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Beitrag Re: Der Tag danach...
So, ich bin hier im Forum zwar nicht sonderlich aktiv, aber vielleicht interessiert euch ja meine bescheidene Meinung zu meinem ersten Graspop.

Zuerst einmal: Das Lineup war für mich einfach nur königlich. Überaus viele Bands, die ich unbedingt einmal Live gesehen haben wollte. Die Headliner Aerosmith und Kiss gehören für mich zu der Liste meiner persönlichen Helden und ich war richtig in Extase, sie endlich live zu sehen. Aber auch die "kleineren" Acts waren, zumindest die, die ich sehen wollte und sah, große Klasse. An der Stelle gibt's für mich nix zu meckern!

Das Wetter war eine wahre Herrausforderung... Gut, dafür kann niemand was, aber besonders die Mittagsstunden waren wirklich zuviel des Guten. Aber naja, ich habe alles heil überstanden :)

Die Preise waren für mich absolut inakzeptabel. Ich bin stolz, nicht einen Euro an Essen und Trinken ausgegeben zu haben. Was ich brauchte hatte ich dabei und die 10 Minuten Weg zum Zelt waren auch nicht wirklich dramatisch.

Apropos Weg: ich fand ja unsere Parkplatzsituation schon recht unangenehm, haben wir doch pro Weg Parkplatz-Zelt eine halbe Stunde gebraucht (insgesamt dauerte unsere Transportaktion 3-4 Stunden). Aber wie ich las, waren wir damit ja noch einigermaßen gut dran! Ich hatte echt Mitleid mit den armen Leuten, die das doppelte und dreifache unseres Weges zu bewältigen hatten...

Ansonsten habe ich nicht wirklich viel zu bemängeln. Ganz großes Lob dafür, dass man, egal wie weit man nun vorne oder hinten stand, immer eine Top-Sicht auf die Bühne hatte und mit ein bisschen Kraft in den Ellenbogen auch bei den Headlinern problemlos in die vorderen Reihen kam.

Alles in allem war es ein geniales Wochenende und für mich bisher das beste Festival. Sollte das Lineup nächstes Jahr für meinen Geschmack ähnlich stark ausfallen, werde ich auf jeden Fall wieder am Start sein!


28.06.2010, 19:36
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Beitrag Re: Der Tag danach...
Grüße Metalheads :rock: ,

erstmal war dieses GMM2010 wieder top. Ich war schon öfter mal aufm GMM, aber nicht jedes Jahr. Heute ,ein Tag nach dem großen Muskelkater und Stimmverlust, schaue ich an meinem Körper runter und finde viele blaue Flecken und Kratzer, welche den Spassfaktor dokumentieren.
Die werden mich wohl öfter dran erinnern wo ich war :autsch:. Aber nun zum Fazit:

Die Pro's des GMM sind für mich:
Das geniale Puplikum
Dieser geile Haufen geht schon ab.
:fleh: Ich habe Billy Talent leiden sehen und verzweifelt nach Slayer rufen hören, weil er von euch deutlich gesagt bekam, dass er nicht ins Gesamtprogramm passt. (Soweit mein Empfinden)
:klatschen: Ich habe viele in der Sonne leiden sehen um z.B. Killswitch Engage zu sehen.
Ich habe Mädels im Moshpit gesehen die heftiger abgerockt haben als viel Kerle.

Die beste Band
:klatschen: Der beste Gig war Amon Amarth :klatschen:
Die Death Metaller mit Vikinger Affinität haben mir einen gloreichen Abschluss bereitet. Johan Hegg, als inbegriff der Growler bringt live alles was ich von einem Konzert erwarte. Den Planhöhepunkt fand der Auftritt wohl im Song "Death in Fire" :rock: . Die Bühne war takt-treffend mit Pyrofeuer ausgestattet was die Atmosphere ,im wahrsten Sinne, nochmal aufheizte. Nach 90% des Auftrittes ein plötzliche deutlich durch die Nase ziehender Geruch von Schwefel & der fast zeitgleiche Totalausfall der Technik. *ein kurzes Schweigen zieht durch die Menge* Doch die wahren Fans lassen sich auch davon nicht aufhalten.
Klatsch-, Sing- und Growlchöre brachen wie Flächenbrände durch das prall gefüllte Zelt. Anfänglich verunsichert nutzte Hegg die Chance und heizte die Stimmung weiter an. Gemeinsam mit den Fans wurden ein paar Strophen gesungen bis dann die Technik wieder fähig war Töne zu spucken. Zum Schluss wurde nochmal alles raus gehauen und ich bin überzeugt, dass auch die Band an dieser besonderen Show ihren Spass hatte. :nice: Gänsehaut pur. :nice:

Ein Hauch von Barrierefreiheit auf dem Feld
Noch nie auf einem Festival habe ich Behinderte Fans gesehen die mittendrin waren. Ich habe Rollstühle, Krücken und Blindenstöcke registriert. Das war Eindrucksvoll, auch wenn das vielleicht nicht viele so sehen.

Bodenplatten an der Main
klein aber fein. Wenns mal richtig regnet und der Moshpit stundenlang aktiv ist sind die Dinger ein Segen.


Die Kontra's des GMM sind für mich:
Die vielen Wildpinkler
Überall bilden sich Pinkelstationen der besoffenen Fans und am dritten Tag in der Sonne war der Geruch vom Planeten Urinus deutlich in der Luft.
Hier wären einige PinkelStationen verteilt auf dem Gelände ein echter Gewinn.

Preise
In meinen Augen ist der Preisanstieg wirklich extrem.
Infoheft 1 Bon = 2,25€
Duschen 1 Bon = 2,25€
0,25 Cola 1Bon = 2,25€
0,33 Wasser 1Bon = 2,25€
ein Stück Pizza 2 Bon = 4,50€
0,4l Fruchtbecher 2,5Bon = 5,63€
usw. usw.
Ich als Einzelperson brauchte für 3 Tage auf dem Gelände ca. 140€ alleine für Getränke und Essen. Das ist echt nen Haufen, wenn man bedenkt, dass die Eintrittskarte ja auch nicht günstig ist.

Laaaaaanger Weg zur Campsite
Da reist man von weit her an und muss all seine Sachen 30Minuten durch die Sonne schleppen obwohl man weiß, dass es auch besser geht. Das war vor 2 Jahren echt besser.

Campsite ohne jeglichen Schatten
Leider war die Campsite vollkommen schattenlos. Das war bei der Hitze echt übel. Ausruhen im Zelt bei gefühlten 60°C? *unmöglich*

Recycle-Bonus nicht für Pappen
Ist eine tolle Idee, dass Becher und Flaschen einsammeln belohnt wird. Jetzt liegt der Platz halt voll mit Pappen und Co.

Musikstil am Jupiler & Cola Stand
Zwischendurch wollte ich am Zigarettenstand im Schatten Chillen, aber die üble DanceFlour und Popmusik von den o.g. Ständen hat mir das irgendwie vermiest.

Die Duschen
Eine Dusche, welche pro Duschgang 2,25€ kostet sollte etwas mehr komfort bieten. Keine Warm/Kalt Regelung in der Dusche. Kein Wasserdruck. Echt mies. :kotzen:

So um den Bericht nicht mit schlechter Kritik zu beenden noch was Positives zum Schluss.
Ein dank an alle Mädels, welche das Festival in Bikini und Unterwäsche durchlebt haben um der Hitze zu entgehen. Danke :lieb:


28.06.2010, 21:25
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Beitrag Re: Der Tag danach...
Also ich fand es einfach nur geil! Für mich persönlich waren eh viele Bands da die ich sehen wollte. Die Wildpinkler fand ich nur ok, wenn die an den Zaun/durch den Zaun gepinkelt haben. Aber manche waren zu faul dafür, also bin ich einmal fast in nen Piss-Strahl in der Mitte des Geländes
gejoggt, eher weniger toll und zu nah an der Party :(

Und ich finde die Securitys an der Mainstage haben bei den ganzen Crowdsurfern gute Arbeit geleistet. Ich bin nebenbei froh, dass es keine Konsequenzen dafür gibt. N Konzert ohne Crowdsurfer wäre doch irgendwie scheisse, weils schon lustig ist, sogar wenn man nicht selber surft sondern nur die Surfer weiterreicht. Und wenn jetzt einer denkt ich hätte nix abgekriegt und hätte deswegen gut reden: Bei Bullet stand ich am Zaun in der 1. Reihe, da haben übelst viele gesurft und ich hab nen Fuß in den Augapfel gekriegt*lol* Hat zum Glück nur kurz geschmerzt. Aber mit dem Surfen ist halt Geschmacksache, die einen findens eben toll, Andere wiederum nicht.

Das mit der Discomusik an dem einen Jupilerstand oder Bar oder so fand ich ehrlich gesagt auch komisch. Ich meine da 50 Cent (!) gehört zu haben :kotzen:

Alles in Allem vermiss ich den Graspop jetzt schon. Die Leute da waren einfach nur geil, man konnte mit so gut wie jedem feiern. Nächstes Jahr komm ich jedenfalls wieder und kanns gar nicht abwarten.

"Thank You Graspop!! Fuckin Rockin Roll!!" :rock:


29.06.2010, 14:23
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Beitrag Re: Der Tag danach...
Ich war ebenfalls das erste mal auf dem GMM und bin insgesamt positiv überrascht gewesen.
Nun aber zu ein paar Punkten die mir aufgefallen sind:
    - Toiletten: Das war super! Ich war noch NIE auf nem Festival, bei dem die Toilettensituation so gut gemeistert wurde. Dummerweise waren die Kabinen etwas klein (mit Platzangst hätte ich mich da nicht reingetraut)

    - Ruhe auf der Campsite. Es war sehr angenehm, nicht die ganze Nacht über mit Generatorenlärm und Dauerbeschallung aus der Konserve im Wachkoma gehalten zu werden.

    - Wetter: Das war genial, wenn auch leider insgesamt zu warm, aber das ist mir noch tausendmal lieber als Regenwetter und kühle Temperaturen.

    - Das Publikum fand ich verglichen mit anderen Festivals eher zurückhaltend. Das kann jetzt generell so sein, das kann auch am Wetter gelegen haben. Insgesamt kam es mir aber definitiv so vor, dass vor den Bühnen wesentlich weniger "Action" los war als bei deutschen Festivals.

    - Preise: nen halber liter Bier für 4,50 ist okay. Klar, kommt nicht an Supermarktpreise ran, aber es ist immernoch weniger als bei anderen Events. Wasser und Cola für 2,25 pro 0,25 l ist hingegen was happig. Da hätten durchaus 0,33 her gekonnt. Immerhin war das Wasser von den Handwaschbecken einigermaßen trinkbar.

    - Essen: Nun, ich fands nicht sonderlich lecker, und eine Bratwurst, die nen paar Minuten im Fett schwimmt, ist nicht wirklich ein Genuss... Was ich sehr genial fand waren die Obst-Stände, Wassermelonen sind einfach erfrischend wenn es warm ist.

    - Festivalsite: schön groß! Die Hauptbühne konnte man fast überall gut sehen. Ein paar mehr Schattige Plätze wären Wetterbedingt schön gewesen. Die Zelte (Marquee 1 und 2 und Metaldome) waren leider immer ziemlich stickig und überaus warm. Ich weiß nicht, ob es möglich wäre, in den Kuppeln die Warme Luft mit Ventilatoren rauszublasen und so für eine stetige Brise zu sorgen, aber das wäre schön gewesen. Zudem hätte der Metaldome etwas größer sein können, oder die Bands anders aufgeteilt werden. Aufgefallen ist mir außerdem, dass keinerlei Zigarettenstände gab. In deutschen Festivals wäre mind ein Drum oder Prince Denmark-Stand da gewesen...

    - Merchandise: ich war nicht auf dem Metalmarkt und auch nicht im Fair, aber was ich für Preise am Official-Merch-Stand gesehen habe war ziemlich krass: 20 EUR für nen Tshirt ist mir zu happig gewesen...

    - zu guter letzt die Bands: gute Auswahl, aber waren fast zu viele meiner Favourites da (ja, es gibt immer was zu meckern :D ).Die zeitliche Aufteilung war aber okay, man kam (wenn auch z.T. nur gehetzt) von einer Band zur anderen und nur ganz selten gabs interessenmäßig Überschneidungen.


Wie gesagt, alles in allem nen cooles Festival. Wenn das bei mir nächstes Jahr zeitlich passt werd ich wahrscheinlich wieder da sein.


29.06.2010, 15:18
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Beitrag Re: Der Tag danach...
zum thema kippen:
es gab einen zigaretten-stand am infoturm in der ecke metaldome/yuppie-leer-bar/frühstückszelt in der 24h zone...
generell ist aber in belgien und auch holland das zigaretten-werbeverbot strikter geregelt als hier...dort zählt dann ein stand von xy als werbung..daher nur der verkaufsstand der veranstalter...

ältere semester können sich bestimmt noch an die riesigen samson-werbungen beim dynamo,graspop etc. erinneren...

die toilletten-situation ist halt graspop...dort gibts seit gefühlten 10 jahren wasserklos und keine dixies...daumen hoch

wie immer positiv war, das man eigentlich immer ganz gut nach ganz vorne kam wenn man wollte...erst recht vor der mainstage war eigentlich immer alles ab reihe 2-3 möglich


29.06.2010, 17:38
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Beitrag Re: Der Tag danach...
So ich schreibe mal nen bisschen was zum GMM 2010.

Donnerstag:

Zunächst einmal ein trauriger Anlass denn wir mussten meinen Opa beerdigen und da 3 Leute der 6 mit denen wir da waren zur Familie gehören haben wir uns entschlossen später zu fahren. Ich sage euch es ist verdammt schwer von einem traurigen anlass in eine Metal Party Stimmung zu kommen. Aber naja ersteinmal die Fahrt. Alles super geklappt auch wenn wir einmal rausgewunken wurden , durften dann aber gleich weiter fahren da nur die Kollegen mit gelben / Orangen Nummernschildern kontrolliert wurden :D

Am Platz angekommen wunderte ich mich schon das ich nirgends das Camping Gelände oder den weg dorthin sah. Aber naja das wichtigste erst mal aus der Karre und los maschiert. Irgendwann trafen wir dann einen Deutschen der meinte es würde fasst ne Stunde bis zum Camping Platz dauern. Ich dachte der verarscht uns aber nein. Eine Stunde hat es gedauert mit den Brocken da hin zu kommen wo wir hin wollten. Absolut mies das man quasi ein S laufen musste obwohl es zig möglichkeiten gab vorher abzubiegen und gleich aufs Gelände zu kommen.
Das ist auch gleichzeitig der größte Kritikpunkt des Festivals. So extrem viel musste ich noch nie latschen. Wir mussten an den Abend noch ein zweites mal laufen. Erst gegen 2 Uhr waren wir endlich Fertig (um 22 Uhr waren wir da) und konnten beginnen zu trinken. Das klappte dann auch recht gut. Nur Leider wurde es viel zu spät und ich bin erst um halb 8 ins bett....


Freitag:

Halb neun in Belgien. Die Sonne heizte das Zelt auf etwa 80 grad auf so das ich notgedrungen nach nur einer Stunde schlaf raus musste.
Ok extremste Hitze , egal das beste draus machen. Zuerst sofort ein Whisky um in die gänge zu kommen. Danach auf zum Waschen. Herrlich kaltes Wasser. Dann gegen 10 Uhr wieder nen Maraton laufen um noch ein paar Sachen zu holen. Als wir wieder am Zeltplatz waren war ich Klatsch Nass. Ihr könnt euch das nicht vorstellen. Ich sah aus als hätte ich geduscht . Also wieder ins Duschzelt.
Danach erstmal 3 Liter Wasser rein damit wieder alles gut ist und ich nicht umkippe. Dann aber wieder Whisky immerhion war es schon spät und die Poodles sollten bald spielen.
Also erstmal runter mit Deutschland Flagge. Was ich allein beim ersten runtergehen da so erlebt hab war echt krass. Ich glaube die Holländer und Belgier meinen immer noch wir wären unter Nazi Macht. Etliche damals eindeutige gesten und rufe hallten uns entgegen. Ziemlich krass und schockierend.
Die Kontrollen am eingang waren wie immer nicht vorhanden also schlepptre ich meinen Liter Whisky Coke ohne probs mit ins Marquee 2.
Die Band war dann richtig super, haben ne gute Party gemacht. Einziger Nachteil , die Hitze.
Danach dann gleich rüber zu Devin Townsend der ebenfalls eine tolle Show abgeliefert hat. War richtig super.
Total Nass und durchgeschwitzt wieder nach oben zum Zelt. Dort dann wieder ins Waschzelt. Danach erstmal Outfit klar machen. Schminken , Bandanas um , Poison Shirt an und Sonnenbrille auf. Den nächsten Liter Whisky mischen und wieder runter denn Motörhead stand auf dem Plan. Ganz amtliche Show muss ich sagen. Danach bin ich einmal durch den Metalmarkt.
der Abend verlief dann ohne große vorkommnisse. Aerosmith waren grandios und die Party danach im Metal Dome war einfach nur genial .
Aber wieder der selbe Fehler. Ich bin viel zu lang wach geblieben und erst um halb 7 ins bett :(

Samstag:
Halb neun in Belgien. Die Sonne ist wieder da und natürlich hält man es im Zelt nicht mehr aus. Als erstes wie immer Konter Whisky. Dann wieder Duschen und da kam der nächste Hammer. Ein Typ stand da der würde in Wacken niemals das Gelände betreten dürfen. Ein Hakenkreuz Tattoo auf der rechten Brust mit Adolf Portrai , und hinten im Nacken den wohl bekannten Totenschädel der Schutzstaffel. Unglaublich.Danach zu Dear Superstar die eine tolle show ablieferten...
Da ansonsten jedoch für mich am Samstag fasst nix amtliches lief und die Hitze mich mehr und mehr in die Knie zwängte war der Tag mit ständigen Nass machen von Shirts (mit Wasser ganz herrlich , dann wieder anziehen und es ist für ne halbe Stunde kühl) und dem gelegentlichen Trinken einer schönen warmen Dose Paderborner verbunden. Gegen 6 uhr nach dem erneuten Schminken und Fertig machen für den Abend bekam ich durch die hitze extreme Kreislauf Probleme verbunden mit Nasenbluten. Das war aber auch irgendwann vorbei und nach ner kalten Cola gings dann wieder.
Aufn Platz habe ichmir dann Slash angeguckt der ganz nett war mehr aber nicht und danach die absolut grottigen Soulfly. UNd dann wieder in den Dome. Wieder der selbe Fehler. Dieses mal wars 7 Uhr als ich mich hinlegte...


Sonntag:
Halb neun in Belgien. Selbe Prozedur wie jeden Tag und mein Gott hatte ich bereits die Sonne satt.
Am Nachmittag kam dann endlich das Spiel Deutschland gegen England das man ja zum Glück auch sehen konnte.
Geniales Spiel auch wenn mir einige Engländer bissl aufn Sack gingen da sie mir immer wieder erzählten ich hätte den Krieg verloren woraufhin ich meinte das ich nix damit zu tun gehabt hätte. Naja egal ^^
Nach dem Spiel haben wir uns dann dazu entschlossen schonmal einen Großteil der sachen wieder nach oben zu bringen. Danach gabs dann die volle Ladung Kiss. Nach dem die Show vorbei war trieb ich mich wie jeden Abend im Metaldome rum.
Einfach klasse was ich da für tolle und nette Leute kennengelernt hab. Egal ob Männlein oder Weiblien , egal welche Nation , Haar und Hautfarbe und egal welches Shirt man anhatte , alle waren gleich geil drauf. Genau so wünscht man sich das doch. Als ich dann um halb 5 den rückweg antrat war ich schon ziemlich traurig das alles vorbei war , aber auch sehr froh endlich der Hitze zu entfliehen...

Am Montag dann nur noch die Rückreise welche richtig gut klappte.
Zurück bleiben wunderschöne erinnerungen aber auch ein paar dinge die wirklich mies waren.
Alles in allem aber wieder einmal ein geniales festvial und ich hoffe das ich all diese tollen Leute auch nächstes Jahr wieder in Belgien versammeln. Dann hoffentlich unter einer schönen dicken Wolke anstatt unter einem riesigen Bunsenbrenner.

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29.06.2010, 22:10
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Beitrag Re: Der Tag danach...
Mein Fazit
allgemein-f31/graspop-money-making-t956.html#p20350

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Dick und Durstig


29.06.2010, 22:25
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Beitrag Re: Der Tag danach...
hi,
hiermit mein beileid ....das ist nun wahrlich kein guter einstieg in n festival-wochenende...

zu den nazi dingen:
es ist halt nur in deutschland verboten, symbole etc. dieser zeit öffentlich zur schau zu stellen...war z.b. in helsinki vor 3 jahren auch etwas verwirrt als n mädel mit nem hakenkreuz-armband aufgetaucht ist...
viele leute in anderen ländern haben da auch ne gaanz andere vorstellung...
das diese leute hier entsprechend druck bekommen ist ja richtig, aber das dies in anderen ländern nicht als verboten gilt,nimmt auch den veranstaltern die möglichkeiten was zu machen.

zu den wegstrecken: jaaa zu lange aber wenn du wie erwähnt schon öfters da warst, hättest du anhand des planers/karte das ganze doch ganz gut einschätzen können...
die karte stimmte bis auf 2 angebliche straßensperren für boertangsdreef und kleene boeretang doch recht gut...


30.06.2010, 00:31
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Beitrag Re: Der Tag danach...
Öh, kleine Vorwarnung, dies ist eine Art Tagebucheintrag geworden und entsprechend lang. ;-)
Das war echt stressig. Erstmal am Donnerstag nur geackert, ohne Pause :arbeit: , gegessen, gepackt (wie kriegt man das ganze Camping-zeug so verpackt, daß man problemlos in den Flieger kommt?) - tja, und schon mußte ich los, um den Flieger auch zu erwischen. Ach ja, Sonnencreme ist eine gefährliche Flüssigkeit, weg damit. Gleich auf dem Flughafen 'n netten belgischen Metaller getroffen, im Flieger dann noch 'n redseligen Ami :lieb: . Flug ok, wenn auch an Schlaf nicht zu denken war :muede: . Im ersten Zug zeigte sich, daß mein Koffer beschädigt wurde, aber immerhin zeigt uns der nette Belgier den Weg zu den richtigen Zügen, Trepp auf, Trepp ab, umsteigen, umsteigen, Shuttle, na prima. Wir kommen an. :eek: Oh nein, Sandpiste. Ich, totmüde, keuche im Schneckentempo mit meinem 21kg-Koffer und 9kg-Rucksack (ich wiege selbst nur 19kg mehr) hinter den Herren her, die freundlich warten, aber nicht etwa mit anfassen.
Die Herren schließen sich einem Freund an und bauen zu dritt ein Zelt auf, während ich mir allein einen Platz suche. Eh endlich der Platz gefunden, das Gepäck dorthin geschleppt (in mehreren Touren), das Zelt errichtet ist, hab' ich schon Raven, Revamp und Anvil verpaßt. Scheiße! Na dann kann ich auch erstmal duschen gehen. So, man muß mindestens vier Tokens kaufen, so machen die das. :eek: Wie bitte, für die 2, 50 gibt's nur kaltes Wasser? Aber die Klos sind ordentlich und das Wasser tatsächlich trinkbar. Nu aber los! The Poodles. Hey, gute Stimmung. Schade, daß ich nicht ganz vorn stehe, aber die anderen aus dem Forum hatten Recht, man kann sich relativ gut durch die Menge bewegen und ein Plätzchen finden, wo auch ein kleiner Mensch etwas sehen kann. Gute Show, wenn mir die Musik auch etwas zu glatt ist. Weiter zu Townsend :banana: . Ausgeflippt, wie erwartet, die Jokes bekomm ich leider nur teilweise mit, musikalisch geil, aber ich mag nunmal richtigen Gesang. Ist es die Müdigkeit, die mich vorzeitig aus dem Zelt treibt? Ich hab' das Gefühl, so, jetzt weiß ich, was er so macht, jetzt kann ich auch wieder gehen. Rauskriegen, wie ich denn am Montag, so gegen 5 Uhr früh nach Mol komme (Was?? Ich muß ein Taxi nehmen??) und überteuerte Sonnenmilch (L'Oreal-igitt) kaufen. Für ein 2, 50 EU-Token bekommt man hier ca 50 ml Kaffee in einem niedlichen Becherchen, so, so. 17 Uhr 30 Therion angeschnitten, aha, nett, aber doch lieber UDO. Super-Stimmung, ich singe mit :nice: . Danach gehe ich zu Stone Temple Pilots, testen, beschließe schnell, daß das gerade richtig für ein Nickerchen ist und lege mich hin. :bett: Das hat gut getan, jetzt zu Tarja. Ich verstehe, weshalb Leute so auf sie abfahren, sie kann ihre Liebe zu dieser Musik wirklich überzeugend verkörpern und sie versteht es ausgezeichnet, mit der Menge umzugehen. Ich stelle außerdem fest, daß sie nicht nur klassisch singen kann, sondern auch eine klare, druckvolle, fast schneidende Stimme hat. Trotzdem: ihr Vibrato zerstört ihre Songs. Ich mag dieses Opernvibrato grundsätzlich nicht, bin aber sicher, daß selbst meine Gesangslehrerin das übel gefunden hätte. Ich gehe vorzeitig, ins Zelt, um was zu essen, komme zu Motörhead verspätet wieder. Bekomme immer noch genug mit, um festzustellen, daß es eine gute Show mit vielen Klassikern ist. Die zu genießen ist schwer, denn ein verheirateter, angeheiterter Typ quatscht mich dauernd voll, wie schön ich doch wär' und macht mir eindeutige Angebote, die er dann formhalber wieder zurücknimmt. :kotzen: Als der letzte Ton verklungen ist, mach' ich mich schleunigst aus dem Staub, zu Saxon. Großartig! :rock: Einfach nur großartig, wenn ich doch bloß nicht so müde wär. Aber ich MUSS durchhalten, denn jetzt kommen Aerosmith - und überraschen mich gründlich. Als ich sie vor langer Zeit gesehen hatte, bestach Tyler durch herausragende Performance, der Rest der Band aber bestand aus Langweilern und wegen der Synthie-Einlagen blieb kein Platz für Interaktion mit dem Publikum. Dieses Mal: das Gegenteil! Oh, Tyler war nachwievor erste Sahne, aber seine Band zog mit und es gab viel Improvisation. Was da zwischen ihm und Perry stattfand, würde ich als öffentlichen Sex (und nicht etwa Masturbation!) bezeichnen. :yeah: Ich bin glücklich, durchgehalten zu haben :nice: . Aaaah, :bett: Scheiße, Ohropax vergessen, aber irgendwann ist das Gejohle um mich weg.
Wieso zum Teufel sind die alle um 8 schon wieder munter? Ja, es ist warm, na und? Ich dreh mich energisch rum und schlafe mehr oder weniger weiter. Morgentoilette, Frühstück, zu zwei Bands, die, wie so einige gleicher Art, parallel liegen :dumm: : Iron Mask - aha, nett- Killing Machine, ach, nee, dann lieber Iron Mask. Interessante Besetzung mit zwei sehr sympathischen Lead Sängern, Songs zum Mitsingen, manchmal ein bißchen glatt, für mich aber noch ok, sehr gute Stimmung :nice: . Bei Sabaton auch, merke, daß es dieses Mal aber nicht so leicht ist, was zu sehen. Habe deutlich einen ungünstigen Platz erwischt und komme nicht weg. Eine noch kleinere Frau neben mir leidet. Ich bekämpfe lautstark aufkeimende Müdigkeit und Sichtmangel :rock:. Versuche dann, mittels eines extrem überteuerten Telefonats erfolglos ein Taxi für Montag zu bestellen. Wieder zum Infostand, bekomme noch mehr Telephonnummern. Da ich das "Carre four" erst spät als Supermarkt erkannte (und keinen Bock auf megalanges Anstehen hatte) suchte ich den Weg ins Dorf. Da fuhr ein müder Festivalhelfer (ist das wahr, daß die nicht bezahlt werden? Das gibt's ja wohl nicht! :eek: Wo geht denn das ganze Geld hin??) mit dem Rad nach Hause - und mich trotzdem auf dem Gepäckträger zur nächsten Apotheke. Zurück laufe ich, bis ein anderer Festivarbeiter mich auf seinem Quad mitnimmt (und dabei ordentlich Gas gibt, ungeachtet der Tatsache, daß es nicht so leicht ist, sich da richtig festzuhalten. Vielleicht hatte er gehofft, ich würde mich an ihn klammern?)
Schaffe es, was zu essen, geh zu Slash. Nett, aber mehr nicht, warum spielt er nicht mehr aus seiner obergeilen ersten Soloscheibe? Wohl, weil er sich als Gn'R- Ersatz sieht. Schade. Paradise Lost, nee, doch nicht. Ist mir jetzt zu weinerlich, genau wie am Sonntag Katatonia. Unterhalte mich mit einem netten Belgier, wir gehen zu Eluveittie und stellen fest, daß das doch nicht unser Ding ist. Also trinken wir was (ich noch einen Mini-Kaffee), dann warten wir im Zelt auf Airborne. Was bin ich froh, so komme ich ganz nach vorn. :super: Der Zigarettenrauch nervt mich ohne Ende. Ich hasse es, zum Rauchen gezwungen zu werden! :sauer: Glücklicherweise kommt die Fraktion der Nikotinsüchtigen bald nicht mehr dazu, zumindest nicht vorn. Predator, Du hattest ja so Recht! Nein, nicht unbedingt, was die Abwechslung anbelangt, ich würde mein Urteil jetzt ändern in: AC/DC auf schnell. Aber was für eine megageile Live-Band!! Unglaublich! Endlich habe ich so richtig Spaß, zumal mir der nette Belgier die Sache deutlich vereinfacht, indem er mir den Rücken (und vor allem den Kopf) von Crowdsurfern freihält und mich zwischendurch auf die Schultern nimmt. :nice: Ich amüsiere mich großartig! Es ist, bei aller Hitze, gut, daß sie im Zelt sind; ich glaube, das kommt der Stimmung zugute. In die Heia und (mit Ohropax) ausschlafen! :bett:
In Ruhe frühstücken, suche zum zweiten Mal, erfolglos, die Flugzeug-Jungens, gehe den Taxistand suchen, soll doch laut Plan gleich neben dem Eingang sein. Pustekuchen! Später erfahre ich: Ganze 10 Minuten soll man da latschen - mit vollem Gepäck! Was soll dieser Schwachsinn? :mad: Ich halte dann mehrere Taxis an, mit dem dritten gibt's endlich die ersehnte Verabredung. Evergrey, bzw. ihr Sänger, ist komisch drauf. Wieso erzählt er mir andauernd, ich wolle nicht ihn, sondern Katatonia sehen? Er wirkt ein bißchen müde, rafft sich aber immer wieder auf. Ein ordentliches Set, aber Begeisterung kommt bei mir nicht auf. Auch Alestorm, so brechend voll das Zelt, begeistert die Menge und sicher lustig das Ganze auch ist, halten mich nicht. Schon die ganze Zeit fällt mir auf, wieviele Leute auf Krücken unterwegs sind. Und warum zum Teufel stehen die Rollstühle auch mitten im Pulk, eher hinten, wo deren Insassen garantiert nichts sehen? :dumm: Das ist auf dem Summerbreeze deutlich besser geregelt, da gibt's für sie eine extra Tribüne. Wenn das nicht geht, sollte man die Leute bitteschön in eine eigene Reihe nach vorn verfrachten! Überhaupt träume ich davon, soetwas mal bestimmen zu dürfen. Dann wären die ersten drei Reihen für kleine Leute reserviert und das Feld dahinter würde leicht nach oben ansteigen, ungefähr wie im Kino. Ich amüsiere mich gut bei J.O. Pain, frage mich die ganze Zeit, ob ich den fetten Gitarristen von früher kenne, auch bei Korpiklaani habe ich Spaß. Die Südländerin neben mir eine Zeitlang nicht, denn als zwei Typen auf den Hauptmast des Zeltes klettern, stürmen etwa eine Minute später Security-Leute ziemlich aggressiv in die Menge und sie bekommt dabei (unnötig) einen so harten Stoß neben das Brustbein, daß ihr der Atem wegbleibt und sie eine ganze Zeitlang ernsthaft Schmerzen hat. :autsch: Überhaupt: Security. Der nette Belgier hatte mir den Tip gegeben, man könnte mir ja hinten das Tor aufmachen, dann müßte ich mein schweres Gepäck nicht gar so weit schleppen. Also frage ich. Das muß der Boss entscheiden, höre ich, und der sei jetzt nicht da. Ich frage später wieder. Der Boss, ein grauhaariger Herr, der sich seines Status als Oberindianer allzu bewußt ist, guckt mich an wie ein lästiges Insekt auf der Windschutzscheibe seines Mercedes. Nein, das sei unmöglich. Die Regel laute: morgen 8 Uhr. Aber ich muß das Taxi um 5 Uhr 20 erwischen! :fleh: Das ist dein Problem, sagt er :teuflisch: . Warum ist das überhaupt ein Problem, frage ich :???: . Er geht einfach weg, redet irgendwas in Flämisch, läßt mich verwirrt stehen. Er gebietet, mich wieder vor den Zaun zu scheuchen, wo ich hingehöre. Eine Security-Frau bleibt und spricht mit mir, wo ich, in Gedanken bereits dabei, um vier Uhr mein Gepäck im Schneckentempo über die Staubpiste zu schleppen :heul: , ihr mit aufsteigenden Tränen der Verzweiflung und Wut meine Lage erläutere. Sie bietet mir an, mir beim Tragen zu helfen :lieb: . Nach dem Feuerwerk sehe ich, daß das Tor offen steht. Oh Wunder, was denn jetzt? Ich traue der Sache nicht, aber der Türsteher erläutert mir "sie" habe das veranlasst und es bleibt jetzt so. Wer immer "sie" ist, ich bin ihr zutiefst dankbar! Vielleicht hatte es geholfen, daß ich vorher am Infostand davon berichtet hatte?
Das Highlight des Sonntags: KISS! :nice: Sven, du hattest Recht. Er war in guter Form. Klar er hatte ein paar Schwierigkeiten (I was made), aber er hat sie prima gemeistert. Ich fand auch gut, daß "Ace" diesmal nicht Ace zu kopieren suchte, sondern sein eigenes Solo darbot und Eric Singer mal ein bißchen mehr zeigte, was er drauf hatte, denn er hat viel drauf. Mein Herz ging so richtig auf bei "I love it loud!", was hätte ich für "Unholy" gegeben :rock: , war schließlich auch eine Single, aber na ja, war schon klar....
Die Scheiß airline legte eine Verspätung von 2 h 15 hin, weshalb ich also sofort nach Abkunft zur Arbeit hetzen mußte, aber ansonsten hat alles geklappt.
Alles in allem: trotz allem Streß, der Wege, des Sandes, der überteuerten Preise und der lächerlichen Regeln (bitte Verschlußkappe abschrauben :dumm: ), einigen Info-Pannen und dem Typ mit dem Doppelnacken, der fand, ich dürfe bei KISS nicht vor ihm stehen, obwohl ich nichtmal halb so dick bin wie er und er sein Doppelkinn lässig auf meinem Kopf hätte abstellen können :mad: , obwohl ich die ersten Bands verpaßt, die anderen in irgendwie einer anderen Bewußtseinsebene und Ratt und Hellyeah gar nicht gesehen habe, trotzdem, ich war sehr gern da und würde, wenn es denn möglich wäre, gern wiederkommen. :-)

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30.06.2010, 03:53
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Beitrag Re: Der Tag danach...
Also ich will da natürlich nicht fehlen mit meinem Statement:

für mich wars dieses Jahr auhc das erstemal - und ich muss sagen: Ich bin begeistert. Ich war schon auf einigen Festivals - aber das war echt eins der besten. Liegt wohl vorallem an den vielen "kleinigkeiten" die so perfekt sind.
Das meiste ist oben schon genannt worden..
natürlich gibts auch von mir kritikpunkte:
- lautstärke beim schlafen (echt zu laut)
- crowdsurfing nervig


Aber ansonsten sehr cool!

Gruß Tenne
bis nächstes Jahr ;)

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Bergsteigen


04.07.2010, 14:13
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Beitrag Re: Der Tag danach...
Auch meinen Senf bekommt ihr noch zu hören... :D

Anreise/Parkplatz: Sind mit dem Shuttlebus angereist, was wirklich problemlos geklappt hat. Sind am Freitag morgen um 8 angekommen (wollten schon Donnerstag da sein aber die elenden Franzosen streikten an jenem Tag, was uns von Zürich aus eine 36-Stunden Reise bescherte...HORROR!!!). Von der Shuttlebus-Station aus ist die Laufstrecke sehr angenehm und vergleichsweise kurz wenn ich so ans Novarock denke.

Campsite: Die Hitze war klar da das grösste Problem. Hätte im Nachhinein doch den Pavillon mitnehmen sollen...um uns herum standen trotz des Verbots mindestens 3 oder 4.
Ruhe war überhaupt kein problem! Zum Schlafen wars kein problem vom Lärm her. Ausser vielleicht du willst um 11 uhr bereits ins Bett aber dann frag ich mich was diese Person auf einem Festival macht.

Bands: Donnerstag war der Hammer. Raven und Anvil bereits ein super Start und Slayer, Motörhead und auch Aerosmith fand ich total lässig. Samstag war Airbourne der Hit und dann natürlich war Kiss das grosse Ding.

Leute: Sehr angenehme Leute, machten allerdings auf mich einen etwas verschlossenen Eindruck im vergleich zu anderen Festivals.
Mit Crowdsurfern habe ich überhaupt kein Problem, denn auch für mich gehört das einfach dazu und macht auch Spass solange der Typ oben nicht wild um sich schlägt.

Bühne/Zelte: Finde ich ein ganz geniales konzept. Bin bereits ein Riesenfan der Marquees (oder eher gesagt vom Marquee 2 :D ). Die Stimmung gefällt mir da und halte es viel besser Bands wie Anvil, Raven und Airbourne dort spielen zu lassen. Schienen auch wirklich Spass zu haben.

Verpflegung: Das Essen fand ich jetzt auch nicht besonder gut. Werde das nächste Mal sicher etwas mehr selbst mitnehmen. Auch die Preise find ich jetzt etwas happig.

Getränke: Für mich wohl der grösste Enttäuschungspunkt. Nich unbedingt einmal wegen der Preise sondern einfach die ganze Situation. Du kannst nirgends auf dem Gelände 24-Dosen-Packages kaufen sondern musst jedesmal für ein winziges Bier ohne Kohlensäure an einen Stand laufen. Sobald du dann 10 schritte vom stand weg bist ist das Bier bereits wieder leer.

Gesamtfazit: Durchaus positiv...gute Organisation, gute Bands und gute Stimmung.

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I rule the jungle, I rule it with pride
I'm judge and jury, your life I decide


THRASH 'TIL DEATH


06.07.2010, 13:26
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