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 Der Tag danach 
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Beitrag Re: Der Tag danach
irgendwie müssen die ja auch auf dem graspop geld reinbekommen. ich meine schaut euch doch mal immer diese krassen line ups an und dann die besucherzahlen. mich würde auch mal interessieren wie viele leute wirklich auf dem gmm rumlaufen, soo viele sind nämlich nicht. mir wurden zahlen wie z.b. 145 000 an den kopf geworfen. wenn ich das dann mit den 80 000 in wacken vergleiche find ich das seltsam, da wacken gefühlte 15x größer is (der gmm-camping platz war ja richtig klein.)

so was ich sagen will: irgendwie müssen sie ihr mörder-lineup jedes jahr bezahlen. und wenn sie gar nicht soo viele besucher haben (was ich vermute), dann müssen sie woanders sparen. essen, klos, duschen, wasser, platz, security, nur eine open air bühne... usw.

so nun meine eindrücke: absolut gemütlich. hab noch nie ein solch gemütliches festival erlebt. man hatte manchmal den eindruck das die leute angst vor uns deutschen hatten... uns wurde nichts geklaut, es hat mich niemand mit timmääy angebrüllt und reden oder geschweige denn feiern wollten die wenigsten. alle liefen schnell an uns vorbei (wie saßen oft am straßenrand) ganz anderes camping-gefühl in wacken. das sollte jeder mal vergleichen haben um zu wissen was ich meine ;)

camping ohne auto nervt.

bands:

laaz rockit war ok, hamse aber nicht ganz gesehen wegen der hitze

exodus war geil wie immer.

soulfly waren gut, aber nichts besonderes

heaven and hell waren ziemlich gut, hab sie alleridngs vor 2 wochen auf ihrer headliner tour gesehen, deshalb hier nur kurz wir durften ja nicht den down-soundcheck verpassen, der dann auch noch ziemlich cool war

down war die absolute abrissbirne. topfit die jungs, geniale setlist. wie erwartet die mit großem abstand beste band des festivals!

legion of the damned waren super!

gojira war ok. wollten eigentlich death angel sehen, aber da wurde irgendwas geändert und das hat man auf dem zeltplatz nicht mitbekommen

disturbed ging so. war zufall die gesehen zu haben

nach gefühlten 100x volbeat in den letzten wochen hab ich mir die geschenkt

warbringer haben wie erwartet ordentlich gethrasht. geil. freu mich auf die nächsten 2 warbringer konzerte nächste woche

sacred reich wie erwartet total genial. war pigs und surf nicaragua können alles!

anthrax waren super, aber nicht ganz gesehen wegen der hitze


abreise war ok, kein stau oder ähnliches.


30.06.2009, 16:14
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Beitrag Re: Der Tag danach
tja..
die besucherzahlen sind recht umstritten, aber glaube hier im vorfeld was von ca. 25-30.000 tickets gelesen zu haben (3 tages tickets) und wenn man mit großen zahlen jonglieren will, multipliziert man diese mit 3 und kommt auf die ominösen megazahlen...
das gelände ist grob geschätzt für max. 50000 besucher geeignet und bei den headlinern auch entsprechend gut gefüllt, aber man kommt immer noch gut durch die leute durch...
aber einiges sollte in zukunft durchdachter sein...so war der signing-stand immer etwas weg vom schuss untergebracht, diesen nun direkt neben der main-stage zu plazieren kann ja nur damit zusammenhängen, da man somit die bands beim hin-und weg vom stand nicht durch die meute hetzen muss, bringt aber auf der anderen seite einiges durcheinander...
leute die bands gucken wollen, stehen weiter weg, weil ja leute für n autogramm von xy dort ddr-wochen abhalten...

und die idee mit zelten abbauen: das war jetzt im 10. graspop jahr das heißeste jahr von allen; aus dieser extremsituation kann man keine schlüsse auf organisation ziehen..bzw. sollte dies vorsichtig machen..
vor 3 oder 4 jahren gabs fast keine trockene minute am wochenende und man war heilfroh über die zelte, um mal n paar trocken minuten zu haben.
und aufgrund des wetterberichtes mal kurz die zelte abbauen ist auch sinnlos und nicht praktikabel...erst recht da es 20km weiter in eindhoven samstag/sonntag nacht dorch geregnet hat.


30.06.2009, 16:47
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Beitrag Re: Der Tag danach
tox-777 hat geschrieben:
mich würde auch mal interessieren wie viele leute wirklich auf dem gmm rumlaufen, soo viele sind nämlich nicht. mir wurden zahlen wie z.b. 145 000 an den kopf geworfen. wenn ich das dann mit den 80 000 in wacken vergleiche find ich das seltsam, da wacken gefühlte 15x größer is (der gmm-camping platz war ja richtig klein.)


Im Ausland wird jeder Tag einzeln gezählt und dann addiert. Sprich bei 145.000 Besucher sind das jeden Tag 48.333. Das dort die Hälfte der Leute an allen drei Tagen anwesend sind wird nicht berücksichtigt.


30.06.2009, 16:53
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Beitrag Re: Der Tag danach
sven hat geschrieben:
tox-777 hat geschrieben:
mich würde auch mal interessieren wie viele leute wirklich auf dem gmm rumlaufen, soo viele sind nämlich nicht. mir wurden zahlen wie z.b. 145 000 an den kopf geworfen. wenn ich das dann mit den 80 000 in wacken vergleiche find ich das seltsam, da wacken gefühlte 15x größer is (der gmm-camping platz war ja richtig klein.)


Im Ausland wird jeder Tag einzeln gezählt und dann addiert. Sprich bei 145.000 Besucher sind das jeden Tag 48.333. Das dort die Hälfte der Leute an allen drei Tagen anwesend sind wird nicht berücksichtigt.


so hab ich mir das auch gedacht. aber dennoch kam es mir im vergleich zu wacken trotzdem sehr klein vor!


30.06.2009, 20:36
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Beitrag Re: Der Tag danach
Wacken werden die Zelte auch nicht fasst übereinander gestapelt ^^

Nee aber hast schon recht kleiner ist das ganze.

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30.06.2009, 21:11
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Beitrag Re: Der Tag danach
Wacken hat ausschließlich Combitickets, daher sind da wirklich immer 70-80000 Leute anwesend. Graspop hat viele Besucher mit Tagestickets, zusammen mit den ca. 25000 Combiticketinhabern sind da ca. 35000 Leute täglich auf dem Gelände. Zu vielen Zeiten natürlich auch weniger, wenn die Tagesticketinhaber noch nicht alle da sind und die Camper auch noch oder wieder auf dem Campingplatz sind. Also ist die Zahl von 35000 nur Abends erreicht worden, tagsüber waren es weit weniger.

Finanziell liegen die Belgier damit allerdings besser. Die 10000 x 3 Tagestickets sind eine weit höhere Einnahme als wenn es 10000 mehr Combitickets wären.

Allerdings hatte ich nicht das Gefühl, das es letztes Jahr mehr Leute vor der Bühne waren, obwohl es angeblich ja zwischen 48000 und 55000 gewesen sein sollen.

Mal abwarten, ob wir die tatsächlichen Zahlen von 2009 bekommen.


30.06.2009, 21:58
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Beitrag Re: Der Tag danach
Wuhu ich fands super... sehr entspannt alles :)

Aber was war denn da Sonntag auf Montag los? Ich habe fast kein Auge zumachen können. Verwunderlich da ich es von anderen Festivals so kenne das die Nacht vor der Abreise die ruhigste ist.

So im Allgemeinen gab es sicherlich Sachen die besser gemacht werden sollten (ich denke hier speziell an die Preise für Essen und Trinken) aber ansonsten suuuuuper....

ST *gröhl* *g*


01.07.2009, 16:54
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Beitrag Re: Der Tag danach
Dann bin ich wohl nu mal mit erzählen dran ;-)
Donnerstag um 18:15 angekommen, relativ schnelles Bändchen holen und ab auf den Campingplatz. Dann (da wirs nicht besser wussten) an die Wartelinie/Absperrung gestellt, bis die nächsten Meter Campingfläche freigegeben wurden (ein sehr netter weiblicher Stewart erklärte uns, wie und warum das so läuft). Bei Freigabe schnellstmöglich Terretorium gesichert, was durch dreistes niederländisches Jungvolk etwas erschwert wurde. Zeltaufbau war problematisch,da Zelt geliehen und keine Ahnung wies geht. Nachdem endlich alles stand, erstmal Bier.... :D
Leider waren wir von besagtem niederländischem Jungvolk umgeben (17-19 würde ich schätzen), die schon in der ersten Nacht so einen Alarm gemacht haben, das wir dem einen am liebsten seine dumme Tröte (*tröööööt* *Timmmmääääyyyyy*)in den Hals gestopft hätten. Aber Festival ist ja kein Kindergeburtstag.
Überhaupt werden wir, wenn wir jemals wieder zum GMM fahren, nur noch mit Leuten zelten die wir etwas kennen. So ein Pech mit den Zeltnachbarn, da haben wir beide keinen Bock drauf. Die Gören waren echt das letzte, haben mir fast mein geliehenes(!) Zelt versaut, indem sie es mit Lebensmittel und Bier eingesaut haben. Glücklicherweise verfügt Marcus über ein sehr lautes Organ und ist mit einem stattlichen Körperbau gesegnet, so das die Spasten nach einem ordentlichen Anschiss das Zelt auch wieder sauber machten. Montag morgen haben sie natürlich, wie für Vollidioten üblich, ihr eines Zelt angesteckt, wie "toll". Die Stewards waren sofort zur Stelle und haben aufgepasst, das kein anderes Zelt in Mitleidenschaft geriet. Fand ich gut, die waren echt fix und hilfsbereit.
Die Wege vom Parkplatz zum Zelt bzw. Zelt zum Festivalgelände waren ok, Duschen,Klo usw. zwar in Stoßzeiten etwas überbevölkert, aber noch erträglich.
Das mit den Chips für Duschen/Essen/Trinken hatten wir zwar erst nicht so kapiert, aber danke nochmal für die Hilfestellung am Freitag beim Forumstreffen ;-)
Die Bands waren echt klasse, teilweise waren wir sehr dicht an der Bühne dran und damit war das Konzerterlebnis ungetrübt.
Das Wetter ging für mich zwar garnicht, aber da kann man nix gegen ausrichten.
Das mit den bekloppten Chips, die es auf dem Weg zum Parkplatz/Eingang auf der Fress- und Saufmeile gab, war ne echte Verarsche. Chips kaufen, um an 2 Ständen damit Bier und Futter kaufen zu können, das ist doch Irreführung,oder?!
Ach ja und Marcus Bechersammelwahn hat uns echt vor der finanziellen Kriese gerettet....*grins*
Fazit: Lineup war gut, zelten war mies, aber wir habens überlebt. :nice:

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Tod und Verderben, wir werden alle sterben *jucheeee*


02.07.2009, 17:35
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Beitrag Re: Der Tag danach
Wie die Chips waren für beides?

Und ich hab extra drauf bestanden Essens chips zu bekommen. Naja dumm eigentlich das Geld dafür auszugeben. Man brauchte ja eig nix ausgeben.

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02.07.2009, 20:29
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Beitrag Re: Der Tag danach
also ich war heuer auch das erste mal aufn gmm und ich fand es war der wahnsinn!

Ich muss sagen das mit dem Zelt-an-Zelt war zwar dof aber wir haben uns unseren platz versschaft und mehr brauchten wir nicht!

dann die Bänds waren so oder so total geil! gut oder schlecht kann ich so oder so nicht sagen weil ich nur zu die bands gegangen bin die ich sehen wollte und die haben sich auf jeden fall gelohnt.

die toiletensituation war für mich eigentlich ok ich musste selten lange waren und die klos waren auch ziemlich sauber; zuwenige Ja zumindes die aufteilung war nicht gerade supe.

Dann slipknot war der hammer aber es wäre noch viel geiler gewesen wenn die behinderten typen hinter uns nicht die ganze Zeit gebogt hätten! aber die haben eh ihr fett weg gegriegt indem wir unsere Elbogen in deren richtung streckten!

super fand ich auch die Feuerwehrschläuche vor der Mainstaige.

Blöd fand ich die Marquee1/1 und im Metaldome wegen dem Zelt! wir wurden total beklopt wegen den schweinwerfern! aber ok und beim Metaldome war es nicht so schlimm weil da hatte man von ganz hinten den besten Blick auf die Bühne!

aber im großen und ganzen fand ichs super und meine Freunde auch!

super fanden wir auch das nicht so extrem viele leute waren!

also es ist halt so das war mein 2. Festival. Letzes Jahr waren wir auf Wacken und Wacken kann im gegensatz zu GMM scheißen gehen! alleine das LineUP von Wacken und GMM kann man nicht vergleichen! zuminest heuer!

Also wir wollen noch das LineUp von 2010 abwarten aber wenn das so halbwegs passt kommen wir auf jeden fall wieder!


23.07.2009, 20:43
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Beitrag Re: Der Tag danach
So, hat zwar ziemlich gedauert, aber auch von mir soll es ein Review der 2009er Auflage des GMM geben:

Das übliche Chaos der Anreise sollte dieses Jahr eigentlich entfallen, weshalb peinlichst darauf geachtet wurde, daß alle Mitfahrer zumindest schon mit Ticket nach Belgien reisten. So weit, so gut.

Bedauerlicherweise vergaß der Chronist jedoch den eigens für die Festivalsaison 2009 angeschafften Campingklapptisch mit integrierten Sitzen zu Hause, was erst bei der Fahrt nach Oberhausen zum Treffpunkt bemerkt wurde. Kurzfristig umdisponiert und nach Zusicherung einer Entschädigungsrunde belgischen gerstensaftes am Zielort wurde daher nochmals von Oberhausen nach Essen gekachelt. Vor der Haustür musste ich dann aber feststellen, daß ich den Haustürschlüssel aus Sicherheitsgründen (ich war noch nie ein guter Keeper of the Keys...) bereits im in Oberhausen verbliebenen eigenen KFZ deponiert hatte. Lediglich die Zusicherung einer zweiten Entschädigungsrunde verhinderte erste körperliche Aggressionen der Mitfahrer, da zwischenzeitlich eine gute Stunde nutzlos verschwendet worden war.

(Das ich auch meine kompletten CDs für die Fahrt am Kiosk an der Ecke liegengelassen - und gottlob auf zurückbekommen - hatte, sei nur m Rande erwähnt... es war schon ein etwas schusseliger Donnerstag Morgen).

Dann also ein Bierchen für die Fahrt ("Vor dem Kiosk dürfen keine Alkoholika verzehrt werden!" - Klasse Hinweis der Kioskbedinenung btw), und ab nach Venlo, um Verpflegung zu bunkern.

Das funktionierte reibungslos, und gut gestärkt mit den ersten Frittierspeisen des Sommerfestivals ging es nach Dessel.....

... wo wir und dieses Jahr nur einmal bei der Suche des Campinggeländes verfahren haben (die Schilder sind aber auch sch**** klein und schlecht zu erkennen....)

Aus den letztjährigen Erfahrungen klug geworden, dieses Jahr erstmal mit dem Auto bis an den Eingangsbereich ran, alles ausladen und dann das Auto wegbringen, wobei bereits zu diesem Zeitpunkt die Tragfähigkeit der Reisenden berücksichtigt wurde (schon ziemlich gewitzt, wie wir das dieses Jahr alles im Griff hatten).

Allerdings nicht mehr lange, da die erste der Geländeverlegung geschuldete Neuerung sogleich unsere volle Zustimmung fand: tolle Biergärten mit Musik und kaltem Bier zu erschwinglichen Preisen (gut, letztes Jahr beim Belgier im Garten kostete die 0,33 l Dose noch 1,30 €, dieses Jahr der 0,3 l Becher 1,75 €, aber egal).

Jedenfalls verbrachten wir die Zeit von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr zwischen unseren Gepäckstücken mit mehreren Runden kühlen Biers und guter Classic Rock Mucke sehr entspannt.

Dann die Bändchen geholt (rasend schnell) und in die Schlange gestellt.

Und erschreckenderweise flogen wir geradezu durch die Eingangsschleuse. Die Zeit reichte nicht einmal zum gemütlichen Konsum dreier vorhandener Bierglasflaschen, diese mussten unter größtem körperlichen Einsatz (einschließlich akustischer Vollzugsmeldung) im Schnellverfahren vernichtet werden...

... um dann festzustellen, daß in diesem Jahr das Wort "Taschenkontrolle" offensichtlich nicht an die Security vermittelt wurde, denn kontrolliert wurde mal gar nix.

Klasse, jetzt schnell quer über's Campinggelände zum Vorab auf dem Plan ausgewählten Ort der komm4enden Partytage, Zelt aufstellen, Bier konsumieren, Grill anwerfen, Fleisch von totes Tier konsumieren, Musik hören, Bier konsumieren usw. usf......

.... nö, is' nich', weil wegen toller neuer Organisationsidee bei der Campingplatzbefüllung. Neben der Platzierung wie in einem Flüchtlingscamp und der entsprechenden uncoolen Hektik und Aggressivität diverser Leute bei der Zeltplatzierung und beim Aufbau war insbesondere die Idee der Secutity, die Leute erst mal bis zum vorderen Bereich des Campinggeländes zu schleusen um dann bei Geländefüllstand "Voll" zu vermelden, alle sollten nun wieder zurücklaufen und sich neu einreihen, an Schwachsinn kaum zu überbieten. Also an der Seitenlinie gewartet bis die Flatterbandgebändigte Horde uns erreichte, Zeltbahn ausgeworfen, Platz verteidigt, Zelt errichtet und sogar einen einigermaßen guten Zugang zum Gehweg ergattert (allerdings nur bis zur Nacht, da stellten sich dann zunächst ein, danach sogar zwei Kleinstzelte dazwischen, die bevorzugt durch Stolpern und drauftreten bemerkt wurden...).

Dann aber endlich den Grill an, mit den Nachbarn ein wenig geplaudert, gefuttert und getrunken, und dann auf's Gelände, erstmal die neue Location peilen und gucken, was so geht. Aufgrund des zwischenzeitlich erreichten Füllstandes litt zumindest der Chronist unter mittelschweren Orientierungsproblemen und war am folgenden Freitag sehr überrascht, wie anders das Ganze doch aussieht, und wo die einzelnen Bereiche des 24 h Stunden Area tatsächlich waren. Irgendwann gegen 02:00 Uhr trieb es uns dann wieder zum Zelt.

Am Freitag begann der Tag mit einem frühen Gang zu den diversen Biergärten außerhalb des Geländes, wobei die Getränke schmackhaft waren, das Speisenangebot jedoch z. T. unterirdisch anmutete. Die bereits zu diesem Zeitpunkt große Hitze hielt uns lange Zeit davon ab, in Richtung Gelände zu gehen, da Schatten auf dem GMM bekanntlich Mangelware ist. Stattdessen saßen wir also wieder im uns vom Vortag bekannten Biergarten, fröhnten dem Bier und litten unter grauenhafter Dschungelmusik, wobei der gefühlte einstündige Dauermix einer unsäglichen Drum'n'Bass Nummer schlußendelich dazu führte, daß wir die Sonne der weiteren Beschallung vorzogen.

Rechtszeitig zum Forumstreffen wurde dann jedenfalls das Festivalgelände aufgesucht, um zu schauen, wer denn nun alles da ist und wie die Leute aussehen, die ich schon einige Monate gelesen hatte.

Innerhalb kürzester Zeit wurden wir immer mehr am Infopoint und nach ca, 15 Minuten wurde das Ganze in den Biergarten verlagert. An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank Desirée für die zahlreich zusammengebastelten und verteilten Faltplaner, die waren echt hilfreich, besonders da meiner im Auto liegengeblieben war.

Nach kurzer Runde dann zu Buckcherry, die auf der Mainstage einen klasse Festivalopener für mich abgaben und richtig gut abgerockt haben.

Danach gab es dann die erste Kollision für mich, Firewind oder Lääz Rockit. Da ich letztere noch nie gesehen hatte, also dorthin, zusammen mit Uwe und Sohnemann. Leider war der Sound ziemlich mies, so daß ich mich nach einigen Songs wieder verabschiedet habe, auch um den Rest meiner Reisetruppe wieder zu finden. Wie im Nachhinein zu hören war, hätte ich mich besser für Firewind entschieden, aber so geht's manchmal.

Dann aber zu Dragonforce, die genau so begeisternd waren wie drei Wochen zuvor auf dem RHF. Die Band macht einfach Spaß, und bei der (im wahrsten Sinne des Wortes) aufgeheizten Stimmung auf dem sonnengefluteten - 90 % schattenfreien - Festivalgelände erntete die Band auch erstklassige Publikumsreaktionen. Ein gelungener Gig, der sicherlich nicht der Letzte gewesen ist, den ich mir von der Band anschaue. T-Shirts von Dragonforce sind auf Festivals aber weiter nicht zu empfehlen, da die Band auch wie schon beim RHF den mit Abstand höchsten Preis des gesamten festivals für ein normales beidseitig bedrucktes T-Shirt aufrief: 30,00 €!!!! Nee Jungs, bei aller Liebe nicht, so viel kann ein Mensch gar nicht saufen um nach Eurem Gig sturztrunken und glückselig zum Merch-Stand zu wanken und lallend die 30 Tacken für Euer buntes Leibchen hinzulegen. Ich habe dann das Ganze Wochenende auch nur zwei Dragonforce Shirts gesehen, was gegenüber dem RHF aber immerhin eine Steigerung von 100 % ist....

Der Metaldome fand am Freitag für mich gar nicht statt, nicht eine interessante Band war da gelistet.

Nächster Slot, nächste Kollision, Perstilence vs. Jon Oliva. Nach dem grandiosen Gig vom RHF gab es hier keine Zweifel, der Mountain King wollte nochmals bejubelt und der Kopf zu den unsterblichen Savatage-Klassikern in Schwingung gebracht werden. Aus der 5. Reihe wurde der Set mitgenommen, angefangen vom Klassiker-Doppelschlag "City beneath the Surface" und "Sirens" über "Gutter Ballet" und "Chance" bis zum krönenden Abschluss "Hall of the Mountain King" präsentierte sich ein bestens aufgelegter und stimmlich voll auf der Höhe befindlicher Jon Oliva. Emotionaler Höhepunkt des Sets: "Believe", bei dem sogar die finstersten Gestalten im Zelt dat Pipi inne Augen hatten und z. T. richtig geflennt haben. Großartiger Gig!

Dann war es aber wirklich Zeit, ein wenig was für den Flüssigkeitshaushalt zu tun und auch nach Nahrung verlangte der Körper spürbar. Daher von Papa Roach nur ein paar Takte mitgenommen und schnurstracks zur nächsten Wasserstelle, den Hut getränkt und aufgesetzt, daneben ein Bier abgegriffen und zu den Freßbuden gestakst.

A propos Bier: es wäre echt wünschnswert gewesen, wenn die Hinweise auf den unterschiedlichen Alkoholgehat des Jupiler und Jupiler blue auch für Nicht-Belgier verständlich an den Ständen angebracht gewesen wären. Ich will gar nicht wissen, wie viele Leute glauben, Jupiler sei eine unmögliche Plörre, weil man davon einfach nicht besoffen werden kann. Kunststück, wenn man dauerhaft die "Blue" Varinate konsumiert, die nur 3,3 % hat. Der einzige Hinweis war die Bezeichnung auf dem Backdrop in den Ständen, wo man als Konsument ja eh nicht draufguckt...

Das Erdbeerbier war hingegen echt lecker.

Später dann zurück zur nächsten Clash-Constellation: Exodus vs. W.A.S.P. Da ich Exodus erst Anfang des Jahres gesehen hatte und mittlerweile zu ausgepowert war, um standesgemäß zu moshen, zu W.A.S.P. getigert. Die Jungs um Blackie hatten einen klasse Sound, gute Songs im Gepäck und kamen spielfreudig rüber. Das Zelt war rappelvoll und die Stimmung im Publikum sehr gut. So macht eine Show immer wieder Spaß. Das in der Setlist auf dieser Seite angebene "Blind in Texas" habe ich jedoch nicht gehört, da müsste die Combo schon zu einer außerplanmäßigen Zugabe zurückgekommen sein....

Meine Mitstreiter hatten sich zu einem gemütlichen Aufenthalt im Schatten einer Hütte entschlossen, mich zog es über die Verkaufsstandmeile. Verabredet hatte man sich dann für 19:45 am Waffelstand vor dem Marquee 1, um rechtzeitig zu Blind Guardian ins Zelt zu kommen. Wer nicht rechtzeitig erschein, waren meine Mitstreiter. Wir stellten dann hinterher fest, daß wir in ca. 2 m Entfernung schnurstaracks und völlig betriebsblind aneinander vorbei gestapft sind...

Davor spielten Soulfly, mit denen ich auch heute nichts anfangen kann. Keine Ahnung, was daran so toll sein soll, aber wenn eine Band die einstündige Setlist mit vier Coverversionen füllen muss, spricht das IMO Bände. Soll Max doch endlich eine vollwertige Spultura Reunion auf die Beine stellen und gut is'. Für mich war das nur tumber Krach.

Als Blind Guardian dann anfingen und Hansi von links auf die Bühne stürmte dachte ich zunächst, die Band hätte 'nen neuen Sänger. Wie sch**** sieht der Mann denn bitte mit kurzen Haaren aus??? Insbesondere da sein minimalistisches Stageacting und vor allem seine seltsame Headbangtechnik (ein Bein leicht vorgestellt, Hände auf dem Oberschenkel abgestützt, und dann den Kopf vor und zurück) nun vollkommen besch**** rüberkommt. Gesanglich war es wie immer in den letzten Jahren, und damit für mich grauenhaft: der Mann kann seine eigenen Gesangslinien nicht mehr singen und intoniert grundsätzlich tiefer als auf CD. Das macht insbesondere dann als Zuhörer keinen Spaß, wenn man die Frühwerke der Band - weil ewig und drei Tage in Dauerrotation gehört (Tape-Walkman-Zeit, erinnert Ihr Euch noch?) im Schlaf rückwärts furzen kann. IMO unerträglich, weshalb ich nach drei Songs das Weite suchte. Da zur gleichen Zeit aber nur Static X spielten, gab es keine Alternative, als raus aus dem Zelt und ran an den Bierstand, und dann Richtung Mainstage, da als nächstes Heaven & Hell auf dem Programm standen.

Bei der Gelegenheit habe ich dann auch den User Crowbert getroffen und kann daher bestätigen, daß den Kerl sehr gut kenne und immer wieder gerne treffe.

Nach einigen Fachsimpeleien über den zurückliegenden Tag, das Wetter und das Bier (Dank übrigens für die hier erfolgte Aufklärung bezüglich Jupiler Blue) fand ich dann auch Christian und Andi fröhlich trinkens am Bierstand wieder. Also alle zusammen vor die Mainstage und eine fantastische Show von Heaven & Hell genossen. Eine 1 a Setlist, klasse Sound, Dio's göttliche Stimme und ein überragender Tony Iommi sorgten für echte Gänsehaut und lang anhaltende Begeisterung. Für mich die Band des Festivals und sicherlich ein besserer Kandidat für die Headlinerposten am Samstag oder Sonntag.

Chrsitan und Andi hatte der Tag aber etwas arg zugesetzt, weshalb die beiden sich dann gegen Mitte des Gigs verabschiedeten, um wieder in den Schatten zu kommen.

Dann überlegten Claudio (=Crowbert) und ich, ob nun Dream Theater oder Down anzusehen seien. Da man mit einem Bier in der Hand besser nachdenken kann, verlegten wir uns an den Bierstand in der Nähe vom Marquee 1. Allerdings war es eine sehr schwierige Entscheidung, die wir auch nach weiteren ca. 6 Bier noch nicht fällen konnten, so daß wir schlußendlich keine von beiden sahen, sondern gut angetüttelt in Richtung Mainstage stapften, um gute Plätze für den Headliner Mötly Crüe zu ergattern.

Beim Marsch durch die Menge machte Claudio dann unfreiwillig nähere Bekanntschaft mit dem Boden, da ein junger Mann der Meinung war, die bereits stark abgedunkelten Lichtverhältnisse stünden einer kurzen Sitzpause in der Menge nicht entgegen. Er wird sich wahrscheinlich noch länger an den Zusammenstoß erinnert haben als Claudio, der zügigen Schrittes in den Kerl reinlief und einen achtbaren Satz darüber machte.

Mötley Crüe machten dann einfach Spaß, die Setlist passte wie Ar*** auf Eimer, Vince Neill war gut bei Stimme (nix Schlumpf!) und zumindest in miener näheren Umgebung waren die Leute durchaus partywillig. Ein klasse Abschluss des ersten Tages.

Danach noch ein paar Bierchen und zurück ins Zelt.

Samstag Morgen begann damit, daß Christian und Andi berichteten, am Vorabend eie große Maiden-Party in einem der Biergärten veranstaltet zu haben. Also wurde dieser im Zuge der Frühstücksbeschaffung aufgesucht. Nach einem Stück Wassermelone wurde mit Bier nachgespült und das Lustige Spiel beobachtet, wie der DJ in der Lagerhalle ständig versuchte, etwas anderes als Maiden spielen zu dürfen, was er aber ob des ständig mit einem Klappstuhl drohenden Besuchers (nicht aus unserer Runde) häufig unterließ. Nach ca. 1,5 Std. unterhaltsamen Beisammensitzens wurde dann der Weg zum Festivalgelände angetreten. Es war noch heißer als am Vortag, und so führten viele Wege immer wieder zu den Wasserstellen, an denen Teilduschen, Huttränken, und ähnliches immer wieder notwendig waren, um nicht vollkommen zu verdörren.

Erschwerend kam hinzu, daß der Biergarten im Gegensatz zu den letzten Jahren dieses Jahr nicht mehr (teilweise) überdacht war, so daß eine Flucht in Schatten nur direkt neben den vereinzelt stehenden Hütten in der 24 h Zone möglich war. Das ist ein echtes Orga-Manko gewesen und sollte für's nächste Jahr echt überlegt werden.

Black Stone Cherry waren die erste Band des Tages, der eigentlich geplante Besuch bereits bei AMnic Movement fiel der Müdigkeit und Antriebslosigkeit aller Beteiligten zum Opfer. Wie am Vortag begann der Samstag als mit gutklassigem Hardrock, der Lust auf mehr (Musik, Bier, Futter, usw.) machte.

Die Hitze führte jedoch dazu, daß wir uns zunächst in den Schatten an der WC-Station beim Marquee 1 setzten und zunächst nur noch aufstanden, um die Hüte zu wässern und Bier zu holen. Dabei konnte man dann Kataklysm hören,m allerdings war draußen vor dem Zelt der Sound katastrophal. Das Zelt war aber rappelvoll, und den Publikumsreaktionen nach war es ein guter Gig der kanadischen Deathmetaller.

Zwischenzeitlich bemerkte ich, daß es eine Verschiebung gegeben hatte. Killswitch Engage fielen aus (später konnte man erfahren, daß es einen Todesfall in einer der Musikerfamilien gegeben hatte - Erinnerungen an Volbeat 2008 wurden da wach), weshalb sich die Slots verschoben.

Auf der Mainstage begannen dann Mastodon, die mich nicht wirklich begeistern und Andi und Chris ebenfalls nicht zusagten. Anders dagegen Delain, die wir uns dann mit zunehmend wachsender Begeisterung im Metaldome ansahen. Zwar kein Ersatz für FFDP, aber eine gute Combo aus der Rubrik "Trällerelsenmucke", die ich mir sicherlich nochmal aus CD anhören werde.

Bei dieser Gelegenheit habe ich mich dann geopfert und dieses komische Ernergydrinkzeugs getestet. Zunächst lediglich aufgrund der Tatsache, daß es billiger als andere Softdrinks war, konsumiert, änderte sich der Eindruck von zunächst "Geschmaklich eine ziemliche Katastrophe" zu "passt schon". Besonders kalt war das Zeug eine echte Alternative.

Hatebreed interessierten keinen von uns, Legion of the Damned schon, aber der Weg war zu weit und führte an Bierständen, Wassertränken und einer schattigen Zone vorbei.

Von daher rafften wir uns erst wieder zu Duff McKagans Loaded auf, und lauschten der kurzweiligen Bluesrock des ehemaligenGuns 'N' Roses Bassisten. Kurz vor Journey machten wir uns auf den Weg zur Mainstage und bekamen daher das GNR Medley nur im Weggehen mit. Schade eigentlich.

Journey waren dann eine wohltuend entspannte Angelegenheit. Rechtsseitig der Bühne im Gras liegend und den Gute-Laune-AOR über sich hinwegziehen lassen, das tat richtig gut. Nur zu heiß war es natürlich immer noch.

Danach dann etwas essen und den Rest vom Monster Magnet Gig angesehen. Meine Fresse ist der Wyndorf fett geworden. Respekt allerdings dafür, den Gig im gefühlte 60 Grad heißen Zelt unter der Beleuchtung im Baumwoll-Kapu abzureißen. Ist wahrscheinlich ein Diätprogramm oder so was. Musikalisch hätte ich mir aber viellecht doch besser die zeitgleich spielenden Death Angel ansehen sollen, da selbst beim zum Abchluss vorgetragenen "Space Lord" derFunke nicht wirklich übersprang.

Korn interessierten mich nicht die Bohne, aber rechtzeitig zu Volbeat (d.h. ca. 35 Minuten vor Beginn des Gigs) wurde der Biergarten wieder verlassen und das Marquee 2 aufgesucht. Und die Jungs stellten tatsächlich unter Beweis, daß sie nicht als Headliner in eine Zelt gehören, sondern definitiv Mainstage Material sind. Energiegeladene Show, erstklassige Songs, charismatischer Frontmann, super Stimmung im textsicheren Publikum, was will man mehr? Nun sagen einige, das ist ja immer dasselbe, wird langweilig, etc. Dazu nur soviel: solange die Band dadurch langweilt, erstklassige Shows und tolle Gigs abzuliefern, lasse ich mich gerne wöchentlich langweilen. Näcjhstes Jahr bitte wieder, aber als Co-Head auf der Mainstage.

Danach reichte es bei Slipknot nur für die ersten Takte, der Bruch war einfach zu heftig.

Also runter vom Gelände, rein in den Biergarten. Und da mit den Einheimischen bei Classic Rock (Scorpions, Alice Cooper, Whitesnake, Bon Jove etc.) bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

Alles in allem auch ein sehr angenehmer zweiter Tag.

Der Sonntag kam, und es sah morgens tatsächlich nach Regen aus. Daraus wurde aber nix, stattdessen wurde der Tag noch einmal heißer. Zur Erinnerung: der Wetterdienst hatte für Donnerstag trockenes Wetter, für Freitag leichte Schauer und für Samstag und Sonntag 30 % bzw. 70 % Regenwahrscheinlichkeit angesagt. Stattdessen wurde man über's ganze WE geröstet wie ein Brathähnchen im Wienerwald.

Da die Abreise bereits am Abend erfolgen sollte, wurde dann erstmal alles schön eingepackt und zum Auto gebracht. Erschöpft dann den Rückweg angetreten und wieder Frühstück im Biergarten, Obst, Wasser und in der "Maiden-Lagerhalle" etwas Warmes: "1 Burger bitte!" Noch nie in meinem Leben habe ich derart ekelerregendes Fastfood in die Finger bekommen. Die Überkeit hielt bis zum frühen Nachmittag an und konnte nur durch extreme Flüssigkeitszufuhr bekämpft werden, wobei Alkohol an diesem Tag für mich tabu war, da die Rückfahrt mir oblag.

Aufgrund der langen Nacht und der dadurch eingetretenen Verzögerung beim Abbau wurden die angepeilten Shows von Lamb of God und Scar Symmetry komplett verpasst. Besonders letzteres fand ich sehr ärgerlich, aber der versch***** Burger hatte mir die letzten Kräfte geraubt.

Kaum wieder auf dem Festivalgelände, wurde der undefinierbare Fleischimitatbrocken mit anderen Nahrungsmitteln überdeckt und langsam kehrten die Lebensgeister zurück.

Musikalisch fand der Metaldome erneut nicht statt, erste Band des Tages waren Trivium, die zwar eine gute Show boten, aber das Fehlen der meldischeren Songs vom "The Crusade" Album fand ich schon enttäuschend. Ich hätte mir etwas mehr Abwechselung im Set gewünscht. So lieferten die Jungs aber immer noch ein fesstes Brett ab, und der Meute vor der Bühne hat es offenkundig sehr gefallen.

Danach zog es mich zu den Suicidal Tendencies ins Marquee 2, und die Band um "Psycho" Mike Muir legte einen tollen Gig auf's APrkett, bei ich lediglich das Fehlen von "How Will I Laugh Tomorrow" zu bemängeln habe. Ansonsten rockten die Californier wie die Hölle, Mike Muir ist immer noch derselbe Bpühnenderwisch wie beim 1991er (!) Clash of the Titans, und die Songs der Combo sind eindeutig zeitlos. Großartige Band, toller Gig, ziemlich große Erschöpfung beim Verlassen des Zeltes.

Danach dan Chickenfoot, wie am Vortag Journey, im Gras liegend und relaxed geplant, aufgrund massiver Akkuprobleme meines Handys aber im Schatten an der Ladestation vor dem Sani-Bereich verbracht. Dabei gut gegessen und ein wenig getrunken, und shcließlich einen Rest von Sacred Reich gesehen.

Wie schon beim RHF eine sehr sympathische Thrashmetal Vollbedinung, und ein weiteres erfolgreiches Kapitel in der Rückkehr der Trashmetal Szene zu alter Stärke.

Dann kamen Disturbed, und wie! Für mich die zweitbeste Band des Wochenendes (nach Heaven & Hell) boten die Jungs eine extrem tighte Performance, einen hervorragend aufgelegten David Draiman und eine Stlist, die keine Wünsche offenläßt. Insbesondere der Schlußspurt mit "Ten Thousend Fists", "Indestructible" und "Down With The Sickness" peischt die Stimmung im Publikum so hoch wie am gesamten bis dahin von mir wahrgenommenen Wochenende nicht. Die Ausstrahlung von David Daraiman macht den kompletten Gig erlebenswert. Das absolute Highlight der einstündigen Show findet jedoch abseits der Bühne, genauer gesagt rechtsseitig im Publikum, statt: wohl um der Wettervorhersage zumindest teilweise zu ihrem recht zu verhelfen, entschlißt sich die Feuerwehr nach kurzer Besprechung mit den Verantwortlichen, das Publikum in Höhe der Feldmitte mit dem Loschzug zu erfrischen. Der SPaß dauert etwa drei bis vier Songs und führt dazu, daß der Chronist vollkommen durchnäßt im strahlenden Sonnenschein abfeiert. Ein derartiger Regenguß hätte ruhig auch schon am Vortag mal kommen dürfen, umso herrlicher ist es jedoch nun. Binnen weniger Minuten verlagern große Teile des Publikums ihre Aufmerksamkeit von der Bühne weg nach rechts und jubeln den Feuerwehrleuten frenetisch zu.

Von daher war der Disturbed Auftritt auch der unstreitig erfrischendste des gesamten Festivals.

Allerdings führt mein völlig durchweichter Zustand dazu, daß ich erstmal wieder zum Auto musste, um die Klamotten zu wechseln. Daher verpasste ich Anthrax (Christian und Andi überigens auch, aber aus purer Erschöpfung und Verweilen im Schatten) bis auf die letzten Takte von I Am The Law. Im Nachhinein doppelt ärgerlich, da die Konzerte mit Dan Nelson nun ja echte Raritäten sind.

Stattdessen schauten wir dann Nightwish wieder gemeinsam. Auch wenn mir die rockigere Ausrichtung seit dem Einstieg von Annette Olzon durchaus zusagt, kann ich nachvollziehen, wenn man der Meinung ist, daß sie nun nicht mehr Nightwish, da die Band in der Hochphase extrem durch Tarjas Stimme geprägt wurde. So sind denn auch ältere Stücke deutliche Schwachpunkte des Sets, da die Gesangslinien nicht mehr stimmen (s.a. Blind Guardian). Außerdem ist der Gig IMO zu langatmig ausgelegt. Eine durchwachsene Vostellung, die nicht einmal annähernd so zu begeistern weiß, wie beispielsweise Disturbed an gleicher Stelle lediglich zwei Stunden zuvor.

Das anstrengende Wochenende hatte uns dann alle geschafft, Marily Manson wollte eh niemand sehen, und COB fand ich auf dem RHF extrem enttäuschend. Daher machten wir und nach Nightwish auf den Weg gen Auto und waren bereits kurz nach Ende des Auftritts von Marilyn Manson in Oberhausen angekommen, vollkommen entpsannte Rückfahrt und ohne irgendwelche Staus.

Ein schönes Wochenende ist zu Ende, und als Fazit kann man festhalten: das GMM ist eines der schönsten Festivals im europäischen Sommerzirkus, das neue Gelände funktioniert (die 24 h Zone könnte etwas aufgepeppt werden), die Leute (Besucher wie auch Security und Personal) sind sehr angenehm und freundlich, das Bier ist lecker, die Preise gehen in Ordnung und die Bandauswahl war im Großen und Ganzen klasse.

Ich komme nächstes Jahr jedenfalls gerne wieder zurück.

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"Ich bin ein Sexmachine, heiß und geil, und Heavy Metal, Sex, Fuck and Drinking and Rocken ist mein Leben, geil und heiß und das ist NICE. All the Heavy Metal in the world other than Manowar DAS IST SCHEISS!"
(MANOWAR's Joey DeMaio, 16.01.2010)


31.07.2009, 13:19
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Beitrag Re: Der Tag danach
Klasse Bericht, da hat man gleich das ganze geile Wochenende noch mal vor Augen! :bier2: :nice:

W.A.S.P. haben aber doch Blind In Texas gespielt ganz am Ende. Abgesehen das die so gut wie immer tun, kann ich mich noch an einen sehr erfreuten Schlumpf neben mir erinnern. :aetsch:

Eine kleine Pause war meine ich nach dem sehr in die Länge gezogenen 'I Wanna Be Somebody', aber eigentlich nicht mal als Zugabe nennenswert, abgesehen davon das der Gig glaube ich eh schon vorzeitig zu Ende war. :ka:


01.08.2009, 10:22
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